Die Preistreiberei ist Betrug!

Korrespondenz aus dem Alltag



Wie Millionen im Land erwartete auch ich mit mulmigem Gefühl die Jahresabrechnung für Strom und Gas. Die Befürchtungen bestätigten sich: Der quartalsmäßige Preis wurde von Wien Energie um fast 80% erhöht! Während vorher die monatlichen Kosten schon bei rund 80 Euro gelegen sind (für eine 60m² Wohnung), wurden sie nun auf einen Schlag auf über 140 Euro angehoben. Und das, obwohl ich den Verbrauch schon im letzten Jahr auf einen Minimum reduziert habe. Die Höhe war jedoch, dass in dieser Abrechnung der Energiebonus nicht einberechnet war, den ich einen Monat (!) davor eingereicht habe. Auf Nachfrage bei Wien Energie wurde die Verantwortung an den Bund abgeschoben und mit den Worten „ich kann die Wut nachvollziehen, jedoch gilt ihr Gutschein erst 2023“ abgespeist. Die „schnelle Hilfe“ die von der Regierung versprochen wurde, und die Preissteigerungen auch theoretisch nicht einmal bis Oktober ausgeglichen hätte, ist nichts anderes als ein Besänftigungsmittel. In Wahrheit ist die gesamte Preistreiberei nichts anderes als Betrug an der arbeitenden Bevölkerung – denn alles zieht mit der Inflation mit – alles außer die Löhne!




Bildquelle: Pixabay - Stromzähler - geralt


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Was sind Korrespondenzen?


Korrespondenzen sind Beiträge aus verschiedenen Teilen der Bevölkerung, sozusagen ein direktes Sprachrohr aus dem Volk. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass die jeweiligen Korrespondenten direkt aus ihrem alltäglichen Leben berichten: aus dem Betrieb, dem Viertel, der Familie, der Schule, usw… Als Presse aus dem Volk, drückt die revolutionäre und demokratische Presse nicht nur die Interessen des Großteils der Bevölkerung aus, sondern bindet deren Repräsentantinnen und Repräsentanten auch aktiv ein, gibt ihnen eine Stimme, präsentiert die verschiedenen Meinungen und Ideen aus den Massen um sie miteinander vergleichen zu können und in Diskussion treten zu lassen. Daher finden in der Roten Fahne die Arbeiterinnen und Arbeiter, Stimmen der Jugend- und Frauenbewegung, der Studierenden, der Gewerkschaftskräfte, der Migrantinnen und Migranten ebenso wie der kleinen Selbstständigen und Gewerbetreibenden, Stimmen aus Stadt und Land, eine Plattform und ein Organ. Die Korrespondenten sind keine Redaktionsmitglieder, weshalb sie auch nicht im engeren Sinne an die Blattlinie gebunden sind, sondern “ihre Stimme” zum Ausdruck bringen.



Wie kann man Korrespondent der Roten Fahne werden?


Möchtest du aus deinem Betrieb, dem Viertel, der Familie, oder Nachbarschaft berichten? Dann schreibe uns unter korrespondenz@rotefahne.at und schildere kurz warum du Korrespondent sein und worüber du berichten möchtest.