Covid-Prämie als Druckmittel

Aktualisiert: 9. Juni

(Korrespondenz aus dem Betrieb)


Dass die Herrschenden den Impfdruck erhöhen wollen, sieht man in allen Bereichen, so auch in den Firmen, welche Förderungen bekommen, wenn ein gewisser Prozentanteil der Mitarbeiter geimpft ist.


Den Druck spüren dann aber nicht die Chefs, die davon profitieren, sondern die Arbeiter. Ich arbeite in einem oberösterreichischen Betrieb. Bei uns fällt die Covid-Prämie für Geimpfte deutlich höher aus als für Ungeimpfte. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen finden das diskriminierend. Diese Prämienmethode zeigt nochmal deutlich die Verschlechterungen und Spalterei in der Arbeitswelt. Es zeigt wieder einmal mehr, dass die Chefs dort einsparen, wo sie ihre Gewinne und Zahlen herbekommen – bei den Arbeiterinnen und Arbeitern! Die Impffrage ist schon lange keine Frage der Gesundheit, sondern ist nur mehr Teil der Politik und umfasst viele weitere Bereiche. Der Zwang der hinter dem Impfgesetz steht, wird mit sämtlichen Methoden verschleiert. Das Impfen kann durchaus auch Sinn machen und ist aus gesundheitlichem Aspekt nicht generell schlecht oder falsch, aber diese im Sinne einer Pflicht durchzubringen ist nicht die Lösung des Problems. Es braucht Maßnahmen, die wirklich der Gesundheit dienen und nicht noch mehr Spaltung bringen - schon gar nicht auf dem Rücken der Arbeiterinnen und Arbeiter!


Bildquelle: Minnesota rally in solidarity with Wisconsin union protesters by Fibonacci Blue, CC BY 2.0




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