Waffenruhe im Iran: taktischer Rückzug der USA als Teil eines Wendepunkt in der Zersetzung des US-Imperialismus
- Katharina J.
- vor 4 Stunden
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Nach 40 Tagen des Krieges und der Aggression der USA und dem zionistischen Israel gegen den Iran, wurde in der Nacht auf Mittwoch den 8. April eine zweiwöchige Waffenruhe erklärt. Der US-Imperialismus konnte bislang keines seiner wesentlichen Kriegsziele erreichen – der iranische nationale Widerstand konnte sich jedoch bislang erfolgreich behaupten und dem US-Imperialismus diese Waffenruhe aufzwingen. Eine Niederlage der USA - ein Erfolg des nationalen Verteidigungskrieges im Iran! Derweil wird die zionistische Aggression im Libanon intensiver und umfassender ausgeweitet – eines der Indizien für die Fragilität der Waffenruhe.

Zersetzung des US-Imperialismus und ein Sieg für die Völker.
Während US-Präsident Donald Trump noch kurz vor der Erklärung der zweiwöchigen Waffenruhe erklärte, dass er den „Iran in die Steinzeit zurückbomben“ werde, „wo sie hingehören“ (1), ist der nun erfolgte taktische Rückzug der USA doch Eingeständnis der eigenen Niederlage. Weder ein „Regime-Change“, wesentliche Zugeständnisse, eine vollkommene Ausschaltung der militärischen Verteidigungsfähigkeit des Iran, noch die Kontrolle über die Straße von Hormus ist den USA in diesem Krieg gelungen. Im Gegenteil, die Ausgangsbedingungen verschlechterten sich sogar teilweise für die USA. Dass der US-Imperialismus offenbar nicht dazu in der Lage ist, so einen Angriffskrieg auch nur zu einem Teilerfolg zu führen, ist Teil eines Wendepunktes in der Zersetzung des US-Imperialismus.
Der nationale Widerstand des Iran hat sich bis jetzt erfolgreich behauptet und entgegen aller Versuche der ausländischen Intervention, konnte die nationale Einheit im Iran gegen die US-israelische Aggression offenbar sogar gestärkt werden. Diese der USA aufgezwungene Waffenruhe ist ein wichtiger Sieg für die Völker in der Region und ein Sieg der auch mit einer Demütigung derjenigen Herrscher in der Region einhergeht, die sich dem Imperialismus untergeordnet haben. Sie wurden offen als Diener und Lakaien des US-Imperialismus entblößt, die die Interessen der Völker in Vorderasien für Petrodollar verkaufen.
Israel intensiviert Aggression gegen Libanon
Der Zionismus spielt weiter seine Rolle als militärischer Hauptaggressor in der Region und wird von dieser Funktion auch nicht so schnell abrücken. Trotz der Verkündung der Waffenruhe weitete Israel seine Aggression im Libanon sogar aus und flog am Mittwoch 100 Angriffe in nur zehn Minuten. Dabei sind Berichten zufolge mindestens 89 Menschen getötet und mehr als 700 verletzt worden. Offenbar hat die USA die Waffenruhe gegen die Interessen der israelischen Zionisten durchgesetzt und Israel versucht mit der Intensivierung der Angriffe und einer Eskalation im Libanon die USA wieder in den Krieg hineinzuziehen. Der taktische Rückzug der USA ist jedoch auch eine Niederlage für den Zionismus, der versucht seine Krise durch weitere Aggression und Eskalation zu verlangsamen. Dass das zionistische Israel trotz Waffenruhe weiterhin an der Aggression festhält, deutet darauf hin dass der Rückzug der USA noch kein strategischer Rückzug ist, und die Zionisten noch versuchen die USA für die Wiederaufnahme des Krieges zu gewinnen.
Zersetzung imperialistischer Bündnisse und Allianzen
Der taktische Rückzug der USA und der Kriegsverlauf in den letzten 40 Tagen zeigen auch eine gewisse fortschreitende Zersetzung imperialistischer Bündnisse und Allianzen, insbesondere der NATO und des transatlantischen Bündnisses USA/EU. Während Trump selbst es war der die NATO als „Papiertiger“ bezeichnet hat, zeigten die Imperialisten der EU relativ große Zurückhaltung in der Bereitschaft die Aggression gegen den Iran zu unterstützen. Je nachteiliger sich der Kriegsverlauf für die USA entwickelte, desto lauter wurde die Kritik an der Aggression selbst von einzelnen Verbündeten der USA. Überflugrechte wurden zurückgezogen, Verwendung von Militärbasen untersagt und der „gemeinsame Schutz“ der Straße von Hormus nahm bisher keine klaren Konturen an.
Die Verteidigung der Souveränität des Iran, des gerechten nationalen Verteidigungskrieges, sowie die Gegnerschaft zur Aggression des US-Imperialismus und des zionistischen Israels, ist weiterhin von hoher Bedeutung für die Völker der Welt. Auch in Österreich ist es notwendig die Solidarität weiter zu stärken und sich auf Grundlage des Antiimperialismus noch fester zusammenschließen!
(1) tt.com, „Trump kündigt Endphase des Iran-Kriegs an“
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