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Humanitäre Hilfsflotte für Gaza im Fadenkreuz

Mit der aus 70 Schiffen bestehenden „Spring Mission” der „Global Sumud Flottila” sollte Ende März die bisher größte zivile Hilfsflotte nach Gaza aufbrechen. Etwa 3.000 Personen, darunter rund 1.000 professionelle Mediziner, wollten die Blockade durchbrechen, medizinische und humanitäre Hilfsgüter nach Gaza bringen und den anhaltenden, durch Israel verursachten Notstand lindern. Es war nicht der erste Versuch und wird wohl kaum der Letzte bleiben.


 

Entführung durch „Israelische Verteidigungskräfte” vor Kreta

Am 29. April wurden vor der Insel Kreta 22 Schiffe abgefangen, was an sich bereits einen Rechtsbruch darstellt. Die Schiffe segelten unter italienischer Flagge. Israel setzte sich somit abermals über internationale Abkommen hinweg. Der brasilianische Aktivist Thiago Ávila und der aus Palästina stammende Saif Abukeshek, der einen spanischen und einen schwedischen Pass besitzt, wurden von den israelischen Streitkräften entführt, misshandelt und illegal inhaftiert. Bald darauf wurde in Wien (Votivpark) ein Solidaritätscamp für die beiden politischen Gefangenen veranstaltet. Bereits am neunten Mai (einen Tag vor der Eröffnung des ESC) wurden sie entlassen.


Gegen die Hungerblockade von Gaza

Am 18. Mai erfolgte 250 Seemeilen vor Gaza der nächste Angriff auf die humanitäre Hilfsflotte, bei dem Israel mindestens siebzehn weitere Schiffe abgefangen hat. Weitere 35 Schiffe sind unterwegs. Dass es sich dabei um eine zivile Mission bzw. um Angehörige „westlicher“ Staaten handelt, schreckt Israel wenig überraschend nicht ab. Die Hungerkatastrophe in und die Blockade von Gaza sind Teil der zionistischen Völkermords- und Besatzungspolitik, die breite Ablehnung und Widerstand ausgelöst hat.


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