Unabhängiger Journalismus sieht anders aus

Aktualisiert: 9. Juni

(Korrespondenz aus dem Viertel)


Ich bin Zuseher der Oe24-Sendung „Fellner Live“. Im Vorspann heißt es “Unabhängig, Unparteiisch und wirklich kritisch“, doch das ist in Wirklichkeit ganz anders. „Fellner Live“ ist eine politische Sendung mit Gästen aus der Politik. Fellner zeichnet sich aus durch ungleichmäßige Fragestellung und durch sein unhöfliches Zwischenreden bei den Antworten der Gäste. Wenn Politiker zweier Parteien zu Gast sind z.B. jemand von der ÖVP und den Grünen, stellt er sich klar auf eine Seite. Dem einen werden gute Fragen gestellt und dem anderen ganz sekante Fragen. Wenn Fellner dem ÖVP Gast die Frage stellt, was der von der Politik des anderen hält, lässt er ihn zur Antwort kommen. Dann stellt er die Fragen der anderen Partei, nur ganz anders als zuvor und kritisiert die Antwort der einen schärfer als die der anderen Partei, sodass sich der Zuschauer auf eine Seite schlägt. Wie ich angefangen habe „Fellner Live“ zu sehen, dachte ich mir es sei unparteiisch und neutral. Das erwies sich nach öfterem Schauen als ganz falsch. Alles in allem würde ich abraten „Fellner Live“ zu schauen, weil es definitiv keine „unabhängige“ Fernsehsendung ist und es jedenfalls bessere Medien gibt.




Was sind Korrespondenzen?


Korrespondenzen sind Beiträge aus verschiedenen Teilen der Bevölkerung, sozusagen ein direktes Sprachrohr aus dem Volk. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass die jeweiligen Korrespondenten direkt aus ihrem alltäglichen Leben berichten: aus dem Betrieb, dem Viertel, der Familie, der Schule, usw… Als Presse aus dem Volk, drückt die revolutionäre und demokratische Presse nicht nur die Interessen des Großteils der Bevölkerung aus, sondern bindet deren Repräsentantinnen und Repräsentanten auch aktiv ein, gibt ihnen eine Stimme, präsentiert die verschiedenen Meinungen und Ideen aus den Massen um sie miteinander vergleichen zu können und in Diskussion treten zu lassen. Daher finden in der Roten Fahne die Arbeiterinnen und Arbeiter, Stimmen der Jugend- und Frauenbewegung, der Studierenden, der Gewerkschaftskräfte, der Migrantinnen und Migranten ebenso wie der kleinen Selbstständigen und Gewerbetreibenden, Stimmen aus Stadt und Land, eine Plattform und ein Organ. Die Korrespondenten sind keine Redaktionsmitglieder, weshalb sie auch nicht im engeren Sinne an die Blattlinie gebunden sind, sondern “ihre Stimme” zum Ausdruck bringen.



Wie kann man Korrespondent der Roten Fahne werden?


Möchtest du aus deinem Betrieb, dem Viertel, der Familie, oder Nachbarschaft berichten? Dann schreibe uns unter korrespondenz@rotefahne.at und schildere kurz warum du Korrespondent sein und worüber du berichten möchtest.