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Salzburg: „Mini-U-Bahn“ wird Milliarden kosten und keine Erleichterung bringen


In Salzburg wurde nun erneut das Vorhaben eine „Mini-U-Bahn“, die sogenannte „S-Link“, zu bauen auf den Tisch gelegt. Das Ziel sei den innerstädtischen Verkehr zu reduzieren. Dass dies wirklich der Fall sein wird ist anzuzweifeln. Immer lauter werden die Stimmen aus der Bevölkerung gegen dieses Milliarden-Projekt.




Die Initiative “Stopp U-Bahn“ will den Bau der Salzburger Regionalstadtbahn „S-Link“ verhindern. Das Verkehrsproblem, so die Initiative, würde durch die „S-Link“ nicht verhindert werden. Zuerst müsse das Pendlerproblem gelöst werden. Sprecher Wilfried Rogler zu Folge würden nur ein Viertel der 75.000 Pendler von der „S-Link“ profitieren. Viele der Pendler werden seit Jahrzehnten in Busse gezwängt oder stünden im Stau, daher wäre eine vorrangige Problemlösung den Pendlerstrom der West-Ost-Achse in den Griff zu bekommen. Dass dieses Projekt vorrangig für die Bevölkerung da sein soll, kann bezweifelt werden. Denn schon in den letzten Jahren dünnte die Salzburg AG das Oberleitungsbussystem in der Salzburger Innenstadt massiv aus. Die Hauptlinien fahren teilweise nur im 15-Minuten-Takt. Daher braucht es einen Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes sowohl im Umland, als auch in der Innenstadt, was natürlich auch mit erhöhter Taktzeit einhergehen muss.


Mit der „S-Link“ würden auch zahlreiche Verschlechterungen für die Anrainer entstehen, so die Kritiker. Es würden Zutrittsampeln bei den Einfahrten installiert werden, Parkgebühren für das gesamte Stadtgebiet eingeführt und zudem solle auch der Busbetrieb von 5,6 Millionen Buskilometer auf 3,8 Millionen Buskilometer gekürzt werden. Auch die vorgesehenen knapp drei Milliarden Euro für das „S-Link“-Projekt würden nicht ausreichen, konkret würde dieses Projekt an die vier Milliarden Euro ausmachen, so Rogler. Die Kritik, damit das kürzeste und teuerste U-Bahnprojekt weltweit umzusetzen, weist die S-LINK Projektgesellschaft mit aller Vehemenz zurück.


Die Initiative „Stopp U-Bahn“ hat nun 2.000 Unterstützungserklärungen gesammelt, um sich gegen den Bau zu stellen. Zu Recht fordern die Salzburger einen Ausbau eines öffentlichen Verkehrsnetzes, das der Bevölkerung dienlich ist. Es braucht ein flächendeckendes und kostenloses öffentliches Verkehrssystem und keine weiteren Verschlechterungen auf dem Rücken der Bevölkerung unter dem Deckmantel von Scheinlösungen!





(1) salzburg24

(2) derStandard



Bildquelle: RegioSprinter - KlausMiniwolf - Wikimedia Commons - CC BY-SA 4.0



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