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Korrespondenz: Häfen-Chefin errichtet Käfig für Insassen.

(Korrespondenz aus dem Alltag)




Ein Skandal nach dem anderen: Immer mehr Rechtsbrüche in den österreichischen Gefängnissen kommen an das Tageslicht. Zuletzt in der Frauenjustizanstalt Schwarzau (NÖ), wo eine Gefängnisdirektorin einen eisernen Käfig für eine Insassin bauen ließ.


Im Hof der Justizanstalt wurde das menschenunwürdige Konstrukt errichtet. Die Frage ob die demokratischen Rechte des Volkes am Gefängnistor enden, ist mehr als naheliegend. Ebenfalls spricht offensichtlich die Gesinnung solcher Direktoren und Wärter in den Gefängnissen Bände. Wie kann es sein, dass jemand mit solchen Ideen und einer solchen Gesinnung Gefängnisdirektorin wird, oder ist das heute Aufnahmevoraussetzung?


Auch wenn der Käfig schlussendlich nur für einen Tag stand, ist es doch schon sehr fragwürdig, wie so etwas überhaupt möglich ist. Denn gebaut wurde er ja schließlich nicht nur für die Verwendung an einem Tag. Durch den Protest von Insassinnen wurde er nach Begutachtung der Dienstaufsicht für gänzlich ungeeignet befunden und einen Tag nach Errichtung wieder abgebaut. Ein Käfig steht nicht nur für Demütigung, sondern auch für ein Entziehen der Menschenwürde und der Aufgabe jegliches demokratischen Rechtsbewusstseins innerhalb der Repressionsbehörden und deren Vollzugsorgane.


Auch sagte eine Insassin aus, das sie im Käfig eingesperrt wurde. So etwas darf nicht ohne Konsequenzen einfach vergessen werden. Auch jene die im Gefängnis sitzen haben Rechte und diese müssen verteidigt werden!




Bildquelle:



                                                                                                                                                                       


Was sind Korrespondenzen?

 

Korrespondenzen sind Beiträge aus verschiedenen Teilen der Bevölkerung, sozusagen ein direktes Sprachrohr aus dem Volk. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass die jeweiligen Korrespondenten direkt aus ihrem alltäglichen Leben berichten: aus dem Betrieb, dem Viertel, der Familie, der Schule, usw… Als Presse aus dem Volk, drückt die revolutionäre und demokratische Presse nicht nur die Interessen des Großteils der Bevölkerung aus, sondern bindet deren Repräsentantinnen und Repräsentanten auch aktiv ein, gibt ihnen eine Stimme, präsentiert die verschiedenen Meinungen und Ideen aus den Massen um sie miteinander vergleichen zu können und in Diskussion treten zu lassen. Daher finden in der Roten Fahne die Arbeiterinnen und Arbeiter, Stimmen der Jugend- und Frauenbewegung, der Studierenden, der Gewerkschaftskräfte, der Migrantinnen und Migranten ebenso wie der kleinen Selbstständigen und Gewerbetreibenden, Stimmen aus Stadt und Land, eine Plattform und ein Organ. Die Korrespondenten sind keine Redaktionsmitglieder, weshalb sie auch nicht im engeren Sinne an die Blattlinie gebunden sind, sondern “ihre Stimme” zum Ausdruck bringen.

 

Wie kann man Korrespondent der Roten Fahne werden?

 

Möchtest du aus deinem Betrieb, dem Viertel, der Familie, oder Nachbarschaft berichten? Dann schreibe uns unter korrespondenz@rotefahne.at und schildere kurz warum du Korrespondent sein und worüber du berichten möchtest.

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