Erklärung zum internationalen Aktionstag gegen die Operation Kagaar – FACAM
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Vom 28.03.2026 bis 31.03.2026 rief die Organsation FACAM eine Internationale Solidaritätswoche gegen die Operation Kagaar aus. Zahlreiche verschiedene Kräfte weltweit machten Aktionen, Demonstrationen und Veranstaltungen in Solidarität mit den Revolutionären und Massen in Indien. Anbei veröffentlichen wir eine eigene inoffizielle Übersetzung ihrer Auswertungserklärung zum internationalen Aktionstag gegen die Operation Kagaar.
Erklärung zum internationalen Aktionstag gegen die Operation Kagaar
FACAM (Forum against Corporatization and Militarization)
Am 28. März 2026 begingen revolutionäre, demokratische und antiimperialistische Kräfte weltweit den internationalen Aktionstag gegen die Operation Kagaar, um ihre Solidarität mit den kämpfenden Massen Indiens zum Ausdruck zu bringen.
Die Operation Kagaar steht für die Verschärfung des langjährigen konterrevolutionären Krieges der herrschenden Klassen Indiens gegen die untersten Schichten der indischen Bevölkerung – die Adivasis, die Bauern, die Arbeiterklasse und andere ausgebeutete und unterdrückte Bevölkerungsgruppen. Unter dem Vorwand der Ausmerzung des Maoismus geführt, ist es im Wesentlichen ein Krieg, den die kompradorisch-bürokratische Bourgeoisie und feudale Kräfte, gestützt vom Imperialismus, führen, um die andauernden Kämpfe des Volkes zu zerschlagen und riesige, mineralreiche Regionen für die Ausbeutung durch inländische und multinationale Konzerne zu öffnen.
Diese Operation ist keine isolierte Kampagne, sondern eine Fortsetzung früherer Offensiven, die darauf abzielen, die Volksbewegung zu zerstören. Sie verbindet brutale militärische Gewalt, Überwachung, Vertreibung und psychologische Kriegsführung, um die Organe der Volksmacht zu zerschlagen und die gerechten Kämpfe der Unterdrückten zu unterdrücken.
Weltweit fanden Proteste, Demonstrationen und politische Aktionen statt, die die Operation Kagaar anprangerten und ein Ende forderten. Die Bedeutung dieser globalen Reaktion kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. In einer Zeit, in der die herrschenden Klassen versuchen, die Kämpfe der Menschen innerhalb nationaler Grenzen zu isolieren, durchbrach der Internationale Aktionstag diese Isolation und bekräftigte eine grundlegende Wahrheit: Der Kampf der Unterdrückten an einem Ort ist untrennbar mit dem Kampf der Unterdrückten überall verbunden.
Arbeiter*innen, Student*innen, Bäuer*innen, Intellektuelle und Diaspora-Gemeinschaften auf der ganzen Welt standen vereint in einem gemeinsamen politischen Engagement, sich gegen Imperialismus und Reaktion zu wehren. Diese Aktionen zeigten, dass der Kampf gegen die Operation Kagaar weit über Indien hinaus Resonanz findet, als Teil einer umfassenderen globalen Konfrontation gegen Ausbeutung, Enteignung und staatliche Gewalt.
Internationale Solidarität ist in dieser Zeit eine konkrete Kraft, die die Moral derjenigen stärkt, die an vorderster Front gegen die Ausbeutung durch Konzerne kämpfen, unterdrückte Stimmen verstärkt, vorherrschende Narrative in Frage stellt und Druck auf repressive Regime ausübt. Jeder Protest, jede Erklärung, jeder Akt des Widerstands trägt dazu bei,
ein Netzwerk des Kampfes zu knüpfen, das Grenzen überschreitet.
Wir begrüßen die Proteste, Demonstrationen und Veranstaltungen, die im Rahmen des Aufrufs zum Widerstand gegen die Operation Kagaar organisiert wurden. Wir danken auch allen fortschrittlichen, demokratischen Organisationen, die Erklärungen in Solidarität mit den kämpfenden Massen Indiens veröffentlicht haben.
Wir sprechen allen Organisationen, Kollektiven und Einzelpersonen, die an diesem historischen Aktionstag teilgenommen haben, unseren tiefsten Dank aus. Ihre Teilnahme spiegelt den lebendigen Geist des proletarischen Internationalismus wider. In einer Zeit, in der sich die imperialistische Aggression auf allen Kontinenten verschärft, zeigt ein solcher koordinierter Widerstand, dass die unterdrückten Völker der Welt weder isoliert noch besiegt sind, sondern sich vielmehr mit neuer Entschlossenheit gemeinsam erheben. Wir rufen Genoss*innen überall dazu auf, die internationale Propaganda weiter zu intensivieren und direkte Aktionen zu verstärken, die darauf abzielen, den anhaltenden Ansturm imperialistischer Kräfte zu stoppen. Angesichts der sich verschärfenden Widersprüche zwischen dem Imperialismus und den unterdrückten Völkern der Welt wird immer deutlicher, dass der Aufbau einer starken antiimperialistischen Solidarität dringend notwendig ist. Die Kämpfe für nationale Befreiung, Selbstbestimmung, Demokratie und Souveränität sind eng miteinander verflochten.
Wir senden unsere revolutionären Grüße an die Genoss*innen in der proletarischen internationalen Bewegung, die weiterhin das Banner des Kampfes hochhalten und sich überall für die Sache der ausgebeuteten und unterdrückten Massen einsetzen. Wir bekunden unsere tief empfundene Solidarität mit den Diaspora-Organisationen, die sich in verschiedenen Ländern mobilisiert haben. Ihre Bemühungen, Proteste zu organisieren, Bewusstsein zu schaffen und den unterdrückten Völkern eine Stimme zu verleihen, spielen eine entscheidende Rolle bei der Internationalisierung dieser Kämpfe. Indem sie geografische Entfernungen überbrücken, decken sie den globalen Charakter des Imperialismus auf und tragen dazu bei, Druck gegen reaktionäre Regime und deren Kollaborateure aufzubauen. Ein besonderer und nachdrücklicher Gruß gilt der Bewegung des philippinischen Volkes, deren Geschichte des Widerstands gegen Imperialismus und feudale Unterdrückung als Leuchtfeuer der Inspiration steht. Ihre Bemühungen, den Völkermord aufzudecken, der sich an den Menschen in den rohstoffreichen Regionen Indiens abspielt, werden sehr geschätzt.
Wir würdigen und begrüßen die wachsende Welle der Solidarität rund um den Globus, auf den Philippinen, in Mexiko, den Niederlanden, der Türkei, Brasilien, Chile, den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Brüssel, Deutschland und darüber hinaus. Diese Bekundungen der Einheit spiegeln die Verbundenheit der Kämpfe der Völker in Indien, auf den Philippinen und in Palästina wider sowie den gemeinsamen Feind, dem sie gegenüberstehen: den Imperialismus und seine Handlanger. Diese Einheit muss gestärkt und vertieft werden.
Wir verurteilen die sich verschärfenden Angriffe des Hindutva-Konzerngebündnisses auf die kämpfenden Massen Indiens. Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung der Operation Kagaar. Die Militarisierung ressourcenreicher Regionen muss beendet und das Recht auf Leben und Würde des Adivasi-Volkes gewahrt werden. Es muss eine gerichtliche Untersuchung der außergerichtlichen Tötungen von Adivasis und maoistischen Rebellen durch staatliche Kräfte geben. Wir fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung der politischen Gefangenen, die wegen ihres Engagements für die Kämpfe des Volkes inhaftiert wurden.
Die Operation Kagaar und andere Militäroperationen im Laufe der Jahrzehnte haben Tausende von Menschenleben gefordert. Unter dem Deckmantel der „nationalen Sicherheit“ dienten diese Maßnahmen lediglich dazu, den Weg für die offene Plünderung der natürlichen Ressourcen zu ebnen. Doch die Massen haben ihren Kampf fortgesetzt – trotz der intensiven Militarisierung und der Massaker, trotz des Krieges, den Kräfte mit modernster technischer Unterstützung gegen sie geführt haben. Zahlreiche Märtyrer haben ihr Leben im Dienst der kämpfenden Massen, im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung, geopfert. Wir würdigen ihren Kampf und unterstützen die Volksbewegung für den Aufbau einer wahrhaft demokratischen Gesellschaft, die frei ist von der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und der Arbeitskraft der breiten Massen durch eine Handvoll Konzerne.
Nieder mit der Operation Kagaar!
Nieder mit dem brahmanisch-hinduistischen Hindutva-Faschismus!
Es lebe die internationale Solidarität!
Es lebe die antiimperialistische Solidarität!
Es lebe der proletarische Internationalismus!
Es lebe der Kampf der unterdrückten Völker!
Sieg dem Widerstand des Volkes!






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