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Befreiungsfeier KZ-Mauthausen 2026: Gedenken nur im Sinne der Herrschenden erlaubt?


Zur diesjährigen Befreiungsfeier im KZ Mauthausen reisten an die 13.000 Teilnehmer an. Unter dem Schwerpunkt des Mauthausenkomitees Österreich „Täter und Täterinnen des Nationalsozialismus“ wurde die Gedenkfeier abgehalten. Erneut ‚mahnte‘ nicht nur das Mauthausenkomitee Österreich vor „Propaganda“ und der Notwendigkeit „die Demokratie zu verteidigen“, auch zahlreiche Minister der Republik Österreich sowie auch Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) nahmen daran teil.

 

Vor der offiziellen Gedenkfeier organisierte der KZ-Verband OÖ eine Kundgebung vor der Gedenktafel der 42 Widerstandskämpfer aus Oberösterreich. Es wurde nicht nur der 33 Widerstandskämpfern der sogenannten „Welser Gruppe“ gedacht, sondern auch das Gedenken und Ehre der Kommunisten des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Österreichs hochgehalten, die im KZ Mauthausen bestialisch ermordet wurden.


 


Bei der alljährlichen Kranzniederlegungen am Appellplatz nahm auch die Aktion für demokratische Rechte des Volkes (ADRV) teil. Mit ihrem Banner und der Losung „Nieder mit den Kriegstreibern und Sozialräubern! Arbeiterklasse voran!“ rückten die Aktivisten nicht nur die aktuelle Lage, sondern auch die Notwendigkeit des Zusammenschlusses gegen die weiteren Verschlechterungen durch die Herrschenden ins Zentrum. Als Ausdruck des Internationalismus wurden auch eine Fahne des Internationalen Kommunistischen Bundes (IKB) mitgetragen.

 

Während in diversen Reden auf die Verteidigung „demokratischer Werte“ appelliert wurde, schreibt das Mauthausen Komitee Österreich in seinem Programmschwerpunkt, dass es „ebenso wichtig sei die Widerstandskultur zu fördern“ und es zudem wichtig sei „den Mut zum Widerspruch gegen menschenfeindliche Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Alltag zu stärken“. Weiters heißt es „politische Bewegungen stellen immer häufiger Grundrechte sowie den Schutz von Minderheiten in Frage“, dies würde zeigen „wie wichtig es ist aus der Geschichte zu lernen, wachsam zu bleiben und demokratische Werte zu verteidigen“. Gerade die „politischen Bewegungen“, allen voran die Palästinasolidaritätsbewegung in den vergangenen zweieinhalb Jahren hat gezeigt, was es mit den sogenannten „demokratischen Werten“ auf sich hat. Während von Seiten der Herrschenden und der Monopolpresse geradezu der palästinasolidarische Bürger zum „Feindbild“ wurde, wurde sichtbar, dass die „demokratischen Werte“ nichts neutrales sind und ganz im Sinne der Interessen der Herrschenden bedient werden. Gerade die von den Vorkämpfern errungenen Grundrechte wie „Meinungs- und Demonstrationsfreiheit“ wurden unter dem Deckmantel der „Gefahr für die Demokratie“ massiv eingeschränkt. Es waren gerade diese Vorkämpfer, die hauptsächlich im KZ Mauthausen ermordet wurden. Das KZ Mauthausen war das Lager in welchem hauptsächlich Antifaschisten, Revolutionäre und Kommunisten ermordet wurden.


 

Darüber hinaus zeigt sich auch welche Widerstandskultur gefördert werden soll: Es soll sich gegen die gerichtet werden, die ihre Lage erkannt haben und erkannt haben, dass es nicht mehr weitergehen kann wie bisher. Wie das aktuelle Editorial [Editorial: Keiner kann weitermachen wie bisher.] betont: „Auch die Kräfte der Arbeiterbewegung können nicht weitermachen wie bisher, sondern müssen für eine prinzipienfeste und revolutionäre Einheit und daraus folgend auch einen Zusammenschluss kämpfen.“ Diese prinzipienfeste Einheit gilt auch für das Gedenken der tausenden Antifaschisten, Revolutionäre und Kommunisten und ihren Kampf gegen den Faschismus hochzuhalten und die Lehren für heute daraus zu ziehen! Diese werden jedoch ganz anders ausfallen, als es die Herrschenden in ihrem bürgerlichen „Antifaschismus“ propagieren!


 

 

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