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Editorial: Keiner kann weitermachen wie bisher.



Die Welt ist in großer Unordnung und wir erleben eine Periode an Krisen und Kriegen aller Art. Während es genau die USA waren, die der Welt mit der kriminellen Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro weis machen wollten, dass sie „unbesiegbar“ wären, zeichnet ihre taktische Niederlage im Iran ein anderes Bild. Der Kampf um die Neuaufteilung der Welt zwischen den Großmächten hat längst begonnen und immer offensichtlicher wird:


Weder die Herrschenden, noch die Unterdrückten können weitermachen wie bisher.

 


Die Herrschenden sind nicht unbesiegbar.


In der Manier eines Kolonialherren richtete US-Präsident Donald Trump im Zuge des Angriffes gegen Venezuela und der Öl-Blockade Kubas den unterdrückten Völkern und Nationen aus, dass es die USA wären die zu bestimmen hätten was auf der Welt geschieht. Im Lichte dieser überheblichen Ankündigungen ist der erzwungene zeitweilige Rückzug im Irankrieg mehr als nur ein kleiner Schlag. Der nationale Verteidigungskrieg des Iran gegen die US-israelische Aggression konnte sich bisher behaupten und ist ein wichtiges Signal an die Völker der Welt: Der Imperialismus ist nicht unbesiegbar und die Völker sind nicht der Knechtschaft ausgeliefert. Dieses Signal ist ein Wendepunkt und eröffnet einen neuen Zyklus im Ringen der Völker und Nationen in der gesamten Region gegen den Imperialismus. Genau zum richtigen Moment scheint in dieser Periode die Gründung einer neuen internationalen antiimperialistischen Organisation: der Antiimperialistischen Liga (AIL). Über 150 Antiimperialisten aus mehr als 50 Delegationen aus 14 Ländern und allen Kontinenten versammelten sich zu einem Akt der Einheit und hielten erfolgreich ihren ersten Kongress in Kolumbien ab. Auch aus Österreich war eine Delegation anwesend. Nun gilt es dieser neuen Organisation auch in den jeweiligen Ländern ihren Ausdruck zu geben und das bedeutet für die Antiimperialisten in Österreich den Aufbau der AIL hierzulande, als Teil des weltweiten Kampfes gegen den Imperialismus. Wir rufen unsere Leser dazu auf, sich diesem wichtigen Vorhaben anzuschließen.

 


Ohne prinzipienfeste Einheit und Zusammenschluss kein Vorankommen.


In Österreich sehen wir, dass mit der Krise der Sozialdemokratie und des Reformismus auch die Arbeiterbewegung von den Verwerfungen und Veränderungen nicht unverschont geblieben ist. Die Sozialdemokratie als jener Teil der Herrschenden, die die Rolle der Besänftigung der Arbeiterklasse und ihre „Versöhnung“ mit den Interessen des Kapitals spielte, ist in Zersetzung und verliert beständig an Vertrauen. Das ist gut und nicht schlecht, denn es eröffnet den fortschrittlichen Teilen der Arbeiterbewegung viele Türen, um neue Impulse gegen die Desorganisierung und Zersplitterung zu setzen. Der Niedergang und die Auflösung von den sozialdemokratisch geführten Massenorganisationen und -institutionen der Arbeiter, führt aber nicht automatisch zu neuen Organisationen, die im Interesse der Arbeiterklasse stehen – denn nichts passiert von selbst. Auch die Kräfte der Arbeiterbewegung können nicht weitermachen wie bisher, sondern müssen für eine prinzipienfeste und revolutionäre Einheit und daraus folgend auch einen Zusammenschluss kämpfen.

 


Hoch den 1. Mai: den internationalen Kampftag der Arbeiterklasse!


Zum Abschluss möchten wir noch aus einem antiimperialistischen Aufruf für den 1. Mai zitieren: "Wir begehen den diesjährigen Ersten Mai im Angesicht großer Aggressionen und Überfälle durch den USA-Imperialismus, den Hauptfeind der Völker der Welt. Die USA überziehen die Welt mit Kriegen gegen die Völker um ihre bröckelnde Vorherrschaft zu retten. So klar wie schon lange nicht zeigt sich heute die Notwendigkeit des Kampfes gegen den Imperialismus. Der Erste Mai, der internationale Kampftag der Arbeiterklasse, steht für die Vereinigung der Arbeiter und der Völker gegen den Imperialismus – halten wir ihn hoch!"

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