Drei Suizidversuche an Linzer NMS

Aktualisiert: 9. Juni

Korrespondenz aus der Schule


An einer Linzer Mittelschule kam es in den vergangen Wochen zu drei Suizidversuchen in Folge. Schüler, Lehrer und Eltern sind geschockt und teilweise mit der Situation sehr überfordert. Zudem verstarb erst wenige Zeit zuvor ein Schüler an einer langwierigen Erkrankung, was schon traurig genug und ein einschneidendes Ereignis für viele Mitschüler war. In der Schule nahmen die Vorfälle eine üble Dynamik an, es folgten weitere Panikattacken von Schülern und an einen normalen Betrieb ist oft nicht zu denken.


Die Kronen Zeitung berichtete über diese Vorfälle mit der Einleitung „Was ist bloß in einer Linzer Mittelschule los“(1), in einer nicht sehr tauglichen Art und Weise um bei der Stabilisierung und Deeskalierung zu helfen. Zudem entspricht der Artikel in Einigem nicht den Tatsachen.


Diese Vorfälle sind wirklich tragisch, aber sind sie vom Himmel gefallen? Die letzten beiden Jahre von ständigen Lockdowns, Homeschooling, dem Allein-Lassen von Schülern, Lehrern und Eltern, zeigen schon seit langem massive Auswirkungen. Die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind mehr als ausgelastet und überfüllt, die Wartelisten gehen scheinbar ins Unendliche! Durch die Politik der Herrschenden wurden viele Probleme vertieft und neue erzeugt, die den Schulalltag sprengen und sowohl für Schüler als auch Lehrer untragbar sind.


(1) www.krone.at: Kritik von Eltern. 3 Suizidversuche in Serie schockieren Linzer Schule.


Bildquelle: Jugend, Depression, Wokandapix, Pixabay freie kommerzielle Nutzung




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