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Wien: Feministischer Aktionstag 2023



Am Montag den 12. Juni veranstalteten feministische Organisationen in Wien den jährlich organisierten „Feministischen Aktionstag“. Dieser Tag soll Bewusstsein dafür schaffen, dass Frauen sowohl durchschnittlich weniger verdienen als Männer, als auch zu großen Teilen für die private Pflege- und Erziehungsarbeit aufkommen müssen.



Das Datum des Aktionstages bezieht sich auf den Gesamteinkommensunterschied, der durch verschiedene Faktoren hervorgerufen wird: ein großer Teil der Frauen arbeitet in Berufen die schlecht entlohnt sind und knapp 50 Prozent der Frauen arbeiten aufgrund der häuslichen Pflege- und Erziehungstätigkeit in Teilzeit. Aktuell beträgt dieser Einkommensunterschied 44,9%. So viel Prozent von 365 Tagen ergibt das Datum: 12. Juni. Seit 2019 wird deshalb jeden Sommer von feministischen Organisationen in Wien an diesem Tag eine Veranstaltung mit Reden, Kulturbeiträgen und Infotischen organisiert.


In den diesjährigen Reden waren vor allem die enormen Teuerungen, die den Großteil der Länder Europas seit anderthalb Jahren überziehen, ein Thema. Die Preissteigerungen führen dazu, dass die Löhne unterm Strich gesenkt wurden. Vor allem sah man dies in Branchen, in denen hauptsächlich Frauen arbeiten, wie der Pflegebranche. Die Inflation wurde zwar nicht durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst, doch wurde sie durch ihn, und vor allem durch die von der EU verhängten Sanktionen, drastisch verschärft, was Teil der Kritik der Organisationen war. Ebenfalls fand die mit nächstem Jahr in Kraft tretende Anhebung des Pensionsantrittsalters von Frauen in Österreich große Ablehnung.




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