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Solidarität mit den Volksprotesten in Mexiko:

Gegen imperialistische Megaprojekte und staatlichen Terror.


Immer mehr bedrohen sogenannte „Megaprojekte“ die Bevölkerung in Mexiko in Existenz und Leben. Riesige Windparks werden von EU-Konzernen wie der EDF Renewables gebaut. Dafür wurden Bauern mit vorgehaltener Waffe gezwungen, ihr Land für bis zu 10 Cent pro Hektar zu verkaufen. Dazu gibt es derzeit eine internationale Solidaritätskampagne, an der sich auch Aktivisten in Österreich beteiligten!



Der „Interozeanische Korridor von Isthmo de Tehuantepec“ ist ein solches Megaprojekt. Damit soll eine Handelsroute zu Schiff, Schiene und Straße zwischen Atlantik und Pazifik gebaut werden, mit Kapazität für den Welthandel. Für das Projekt wird eine Schneise über 47.000 Hektar Land gezogen, was die Vertreibung von tausenden Familien zur Folge haben wird. Weit entfernt von angeblicher „Entwicklung“, bedeuten diese Projekte vor allem Landraub, Umweltzerstörung, Armut und Tod durch die imperialistischen Länder. Gegen den „Interozeanischen Korridor“ hat sich eine starke Widerstandsbewegung aus der Bevölkerung gebildet. Der mexikanische Staat, der am Profit der ausländischen Konzerne mitverdient, wendet Verfolgung, Terror und Mord gegen die widerständige Bevölkerung an. Über 100.000 Menschen wurden bereits verschwunden gelassen. Zu ihnen gehört der Anwalt des Volkes Ernesto Sernas Garcia, der 2018 verschwand. Regelmäßig gibt es weltweite Solidaritätskampagnen für ihn, unter der Forderung „Lebendig habt ihr ihn uns genommen, lebendig wollen wir ihn wieder!“.


Filogonio Martínez Merino leistete Widerstand gegen „grüne“ Wasserkraftprojekte. Jesús Manuel García Martínez, genannt „Chu Pau“ organisierte in seiner Gemeinde mit Unterstützung der Organisation Strömung des Volkes – Sol Rojo mutigen Widerstand gegen den „Interozeanischen Korridor“. Beide wurden Ende Oktober letzten Jahres umgebracht. Es sind die „Gangs“ der Großgrundbesitzer, Söldner, aber auch Polizei und Militär, die diese Verbrechen begehen. „Es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern um eine Operation zur Aufstandsbekämpfung, die Teil des Krieges gegen das Volk ist.“, so die Sol Rojo. Der Staat beweist mit diesem Terror seine Unterwürfigkeit gegenüber den imperialistischen Interessen.


Wo Unterdrückung ist, da ist Widerstand. Die Bewegung gegen Landraub und Vertreibung durch imperialistische Megaprojekte hat dutzende Gemeinden geeint. Vertreter der Ureinwohner, Kleinbauern und Arbeiter, revolutionäre und kommunistische Organisationen rufen gemeinsam zu Protestaktionen im März auf. Es ist ein Widerstand, der weitere Ziele hat als einzelne Hektar Land, denn es braucht auch einen revolutionären Bruch mit der imperialistischen Fremdherrschaft. Um die Verbrechen zu bekämpfen, die in Mexiko auch im Namen der EU begangen werden, und die Volksproteste nach Kräften zu unterstützen, wurden auch in Österreich erneut Solidaritätsaktionen organisiert.



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