Serbien: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei
- Maria L.
- vor 40 Minuten
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Am 23. Mai kam es im Zuge einer Protestaktion der Studenten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Es gab mehrere Verletzte und mindestens 23 Verhaftungen.
Dies war eines der ersten größeren Ereignisse nach dem (vorübergehenden) Abschwung der jüngsten großen und langandauernden Protestbewegung. Wie auf der revolutionären serbischen Nachrichtenseite revinform.info berichtet wurde, zeigt dies anschaulich, dass die vermeintliche „Ruhepause“ keinesfalls die Lage innerhalb der Bevölkerung widerspiegle: „Die Spannungen in Serbien sind alles andere als ruhig“.
Am 23. Mai entwickelten sich aus einer Protestaktion heraus Zusammenstöße und Widerstand gegen die Polizei und andere Sicherheitsorgane des serbischen Staates. Die spontanen Kämpfe zeigen sehr gut, dass die Massen in Serbien, insbesondere auch die studentischen Massen sich auf Dauer nicht mit leeren Wahlversprechungen zufrieden geben werden. Es zeigte sich aber auch, welchen Schaden der opportunistische und reformistische Flüge der jüngeren Bewegung unter den Studenten durch die Losung einer anzustrebenden „Wahlteilnahme“ anrichtete. Revinform.info berichtet: „Der größte Teil der Menge befand sich auf dem König Alexander Boulevard, wo sie den stärksten Widerstand leistete. Viele hatten jedoch keine Zusammenstöße erwartet und waren größtenteils unvorbereitet erschienen, die studentischen Organisatoren selbst waren weder ausgerüstet noch organisiert.“
Dennoch leisteten zahlreiche Demonstranten entschlossenen Widerstand. Wie berichtet wurde, haben die Demonstranten trotz zahlreicher Hinterhalte durch die Polizei nicht klein beigegeben: „Die Menge errichtete in der Nähe der Juristischen Fakultät schnell eine Blockade mit Containern und konnte die Polizeikräfte kurzzeitig aufhalten, indem sie auf die anrückenden Infanteristen und Fahrzeuge feuerte.“ Erst durch den Einsatz von Panzerfahrzeugen konnte die Blockade aufgelöst werden. Ein großer Teil der Demonstration konnte sich erfolgreich zur Juristischen Fakultät zurückziehen, von wo aus später erneut Barrikaden errichtet wurden.

Die Ereignisse vom 23. Mai, würden sehr gut zeigen, so revinform, dass der alte Staat nur mit politisch aktiven Massen, einer Organisation und einer ideologischen Linie geschlagen werde könne. Die studentischen Massen in Serbien seien in den letzten Monaten desorganisiert worden und dieser Mangel an Organisation verhindere aus früheren Erfahrungen zu lernen.
Diese Zusammenstöße vom 23. Mai sind ein weiterer Ausdruck dafür, dass sich die Massen, trotz gewisser Rückschläge, nicht vom gerechtfertigten Kampf gegen ihre Unterdrücker abbringen lassen – wie sie auch Ausdruck davon sind, welche bedeutende Rolle die Organisation spielt, um innerhalb von Massenbewegungen Lehren zu ziehen, Einschätzungen und eine Richtung zu weisen, um die Ziele der Bewegung auch erreichen zu können.







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