Palästina-Aktivistin am Linzer Hauptbahnhof verhaftet
- Michael R.
- vor 2 Tagen
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Am Freitag den 2. Jänner startete eine dreitägige Kundgebung für die Freilassung des politischen Gefangenen Mustrafa Ayyash, welcher in den der Justizanstalt Linz festgehalten wird.
Schon bevor die Kundgebung begann, machte der bürgerliche Staat von seinen Repressionsapparat Gebrauch. Eine Aktivistin, die von Wien mit dem Zug anreiste, wurde bereits am Bahnhof in Linz von der Polizei in Bedrängnis genommen. Nicht im Warteraum, nicht in der Eingangshalle, sondern gezielt schon am Bahnsteig beim Verlassen des Zuges. Und zwar aufgrund einer unbegründeten Identitätsfeststellung die sie verweigerte, woraufhin sie von der Polizei brutal auf den Boden fixiert wurde und keine Luft bekam. Sie wurde verhaftet und in das Polizeianhaltezentrum in Linz gebracht, wo sie erst nach Stunden wieder freigelassen wurde. Als ob dies nicht schon genug wäre, wurde sie wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung angezeigt. Auch niederländische Aktivisten wurden auf dem Weg von der Polizei angehalten, mit der Begründung zu schnell gefahren zu sein, worauf sie eine hohe Geldstrafe noch vor Ort zahlen mussten und sich die Weiterfahrt zur Kundgebung erheblich verzögerte.
Trotz alledem ließen sich die Aktivisten nicht davon abhalten für die Freilassung des politischen Gefangenen einzustehen. Es verging kaum eine Minute in der nicht Parolen gerufen wurden. Auch zahlreiche Plakate und Fahnen widergespiegelten den gerechtfertigten Protest. Auch wenn viele Verfassungsschützer und Polizisten vor Ort versuchten die Aktivisten einzuschüchtern, ließen sich die Aktivisten nicht von der Kundgebung vertreiben. Dies zeigt wie groß die Solidaritätsbereitschaft mit dem politischen Gefangenen Mustafa Ayyash ist. Diese Solidarität darf und wird nicht abreißen!
In einem Redebeitrag des Palästinakomitee Linz wurde betont, dass die Verfolgung durch die österreichische Justiz von Mustafa, Ahmad und der Wiener Aktivistin nur auf Grund der propalästinensischen Gesinnung passiert und lautstark festgehalten, dass Palästinasolidarität kein Verbrechen ist. Das Vorgehen, so die Rednerin, ist nicht nur ein Angriff auf die Bewegung, sondern vor allem ein Angriff auf die demokratischen Rechte! Das Palästinakomitee Linz rief deshalb auf: "Vereinigen wir uns gegen die Repression!"












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