NÖ: Autozulieferer Nemak schließt Werk mit 330 Beschäftigten
- Andrea J.
- 30. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Mai

Der Automobilzulieferer Nemak verkündet nur wenige Monate nach der Übernahme die Schließung des Werkes in Herzogenburg, Bezirk St. Pölten. Die 330 Arbeiter und Angestellten werden demnach bis spätestens Ende des ersten Quartals 2027 vor die Tür gesetzt. Damit wird die ohnehin hohe Arbeitslosigkeit noch weiter angekurbelt.
Nach Neuübernahme wird geschlossen!
Erst im Februar wurde die Übernahme vom Schweizer Industriekonzern Georg Fischer offiziell abgeschlossen. Zwei Monate danach wird bereits die Schließung verkündet. Der Konzern begründet die Schließung mit den „jüngsten Marktentwicklungen“ und „anhaltend niedriger Produktionsvolumina“. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass schon vor der Übernahme klar war, dass das Werk geschlossen wird. Nemak zählt zu den großen internationalen Zulieferern der Autoindustrie und hatte 2024 eine Umsatz von rund fünf Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 23.400 Menschen in 44 Produktionsstätten. (1) Die „paar“ Arbeitsplätze in Niederösterreich sind dem Unternehmen wohl mehr als egal, den Arbeitern, Angestellten und den Menschen in der Region hingegen nicht…
Industriestandort Herzogenburg schrumpft
In den besten Zeiten waren mehr als 1.500 Beschäftigte in der Metallindustrie tätig. Nach der Schließung von Nemak werden dann noch rund 600 am Standort Herzogenburg übrigbleiben. Die Entwicklung ist keine Randerscheinung. In den Jahren 2023 und 2024 ist die Produktion der metalltechnischen Industrie österreichweit insgesamt um 16 Prozent zurückgegangen. In den letzten zwei Jahren wurden in der Brache rund 10.000 Vollzeitstellen abgebaut, wobei hier noch bis zu 4.000 Leiharbeitskräfte hinzukommen. (2) Die Arbeiter und Angestellten müssen sich diese Lage vergegenwärtigen, denn ohne Widerstand und Kampf wird diese Entwicklung weitergehen!
(2) ebd.






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