Julian Assange noch immer in Haft – nächster Gerichtsprozess startet

Aktualisiert: 13. Jan.

Julian Assange ist immer noch im Belmarsh Gefängnis in London in Haft. Dieses Gefängnis wurde gebaut um Terroristen einzusperren. Assange ist als Journalist und Whistelblower dennoch dort im Gefängnis, weil er den Mächtigen ein Dorn im Auge ist.


Warum fürchten sie ihn so? Weil er die Wahrheit gesagt hat. Die Wahrheit über Kriegsverbrechen der USA im Irak. Eine Koalition zwischen Schweden, Ecuador, dem Vereinigten Königreich und der USA verfolgen ihn deshalb seit Jahren und haben es schlussendlich geschafft, ihn ins Gefängnis zu stecken. Nicht, weil es ein rechtskräftiges Urteil gegen ihn gibt, sondern weil die USA seine Auslieferung beantragte, weil auf der von ihm gegründeten Website „Wikileaks“ Kriegsverbrechen der USA veröffentlicht wurden. Das Vereinigte Königreich spielt den Steigbügelhalter für die USA.


Im Jänner diesen Jahres, wurde vom Gericht in Großbritannien zwar entschieden, dass er – vorerst – nicht an die USA ausgeliefert wird, wo ihm 175 Jahre Haft drohen! Nicht aber, weil das Gericht ihn für unschuldig befunden hat, sondern nur weil sein psychischer Zustand (der UN Sonderberichterstatter für Folter hat öffentlich gemacht, dass Assange im Belmarsh Gefängnis psychisch gefoltert wird) es nicht zuließ. Ein Etappensieg für Assange, aber ein Armutszeugnis für den investigativen Journalismus. Das Signal war klar: das Aufdecken von Wahrheiten führt dazu, dass die Aufdecker von Großbritannien an die USA ausgeliefert werden können (obwohl Assange überhaupt kein US-amerikanischer Staatsbürger ist!) Nur der spezielle Fall bei Assange, die psychische Gesundheit, stand dem im Weg.


Der Hauptbelastungszeuge der USA gegen Assange, Sigurdur Thordarson, auch bekannt als Siggi the Hacker, ist ein mehrfach verurteilter Pädophiler, der zugegeben hat, gegen Assange falsche Vorwürfe gemacht zu haben, also gelogen hat, weil dem mehrfach vorbestraften Thordarson von den USA Immunität zugesichert wurde, wenn er gegen Assange aussagt. Kürzlich wurde publik, dass die US Regierung auch ganz offen über die Möglichkeit debattiert hat, Assange einfach umzubringen.


Am 27. und 28. Oktober wird der Prozess gegen Assange in London fortgesetzt. Je mehr Menschen an diesen beiden Tagen an öffentlichen Protestaktionen teilnehmen, je mehr Aufmerksamkeit der Fall bekommt, desto eher kann verhindert werden, dass Assange in einer Nacht- und Nebelaktion an die USA ausgeliefert wird. Informiert euch zu dem Thema und erzählt Familie, Freunden und Bekannten vom anstehenden Gerichtsprozess gegen Assange. Solidarisiert euch und Unterstützt seine Freilassung!


Bildquelle:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Free_Julian_Assange_-10_(51113391193).jpg