Interview mit „ANSA“ von „Die Vamummtn“

Aus Anlass der Nummern #nedmitunsaAns und #nedmitunsaAns Pt.2 von Die Vamummtn, ANSA, DREIA und EMIR, verfassten wir vor einigen Wochen einen kurzen Beitrag Link zu den beiden Liedern, die sich gegen die Spaltung der Bevölkerung durch die Herrschenden stellen. Nun haben wir mit ANSA von Die Vamummtn ein Interview geführt, in dem er über die Entstehung ihrer Musik, die Hintergründe zu #nedmitunsaAns und die aktuellen Entwicklungen berichtet: Musik „von unten“ und leiwande Leute!


Die Rote Fahne: Wer seid ihr und welche Musik macht ihr?

ANSA: Die Vamummtn gibt es seit zirka 15 Jahren. Wir waren zu dritt: Ansa, Zwara und Dreia. Ich habe schon immer Musik gemacht und wir haben dann Hip-Hop im Dialekt gemacht. Da waren wir nicht die ersten, aber wir haben das groß gemacht. Früher haben wir die sogenannten „Gangster-Rapper“ verarscht (heute gibt es ja fast nur noch „Gangster Rapper“). Dann haben wir Disco- und Chart-Nummern gecovered und dann waren wir plötzlich da. Den ORF haben wir auch verarscht… wir haben halt immer die ‚Pappn‘ offen gehabt. Uns haben sie auch nie auf Ö3 gespielt, wir wurden immer totgeschwiegen, aber das ist eh klar, wenn man was gegen den ORF sagt. Vor zirka fünf Jahren haben wir uns getrennt und ich habe dann Solo weitergemacht. Ich bin auch schon länger selbständig. Ich habe dann ja auch weitermachen wollen und auch müssen, damit Geld hereinkommt. Und vor zirka zweieinhalb Jahren haben wir noch einmal gemeinsam ein Album gemacht, aber dann ist das mit Corona gekommen. Es war ein gutes Album, aber dann kam der Lockdown und somit gab es auch keine Konzerte. Es ist halt schwierig, wir haben immer Musik zum Feiern gemacht und dann war aber nichts zum Feiern. Ich kann ja nicht nur noch Corona-Nummern machen, das geht eh schon jedem am Socken. Wir haben auch immer gehofft, dass es bald vorbei ist. Im ersten Sommer da war es ja dann auch so, aber ich habe schon gewusst, dass es im Herbst wieder kommen wird. Beim ersten Lockdown haben wir uns noch gedacht „das könnte wild werden“, sie haben ja auch dementsprechende Stimmung gemacht. Jetzt hoffen wir immer noch, dass es dann einmal vorbei sein wird. Ich glaube nicht, dass sich das mit der Impfpflicht durchsetzen wird. Aber es darf trotzdem nicht vergessen werden, dass das Gesetz da ist und sie es dann aktivieren können, wenn sie wollen. Ich schätze, dass sie jetzt bald wieder auf das „Klima“-Thema umswitchen werden.


Die Rote Fahne: Wie ist es euch mit Lockdown, Veranstaltungsverbote, Notfallfonds usw… gegangen?

ANSA: Ich habe mich mit Dingen wie Buchhaltung nie so wirklich beschäftigt. Als der Härtefallfonds eingeführt wurde, gab es einen ersten Run, aber nur ein paar Leute haben etwas bekommen und die anderen nicht. Das war mir dann zu unsicher. Wenn man als Selbständiger den Härtefallfonds bekommt, wird die Versicherung nur gestundet und das bringt mir auch nichts. Unser Einkommen ist sehr unregelmäßig, früher haben wir viel verdient, aber jetzt gerade nicht. Ich hatte auch noch Arbeitslosengeldanspruch von vor rund zehn Jahren. Da habe ich dann im Endeffekt das bekommen, was ich beim Härtefallfonds bekommen hätte, wenn ich ihn bekommen hätte und war aber gleichzeitig noch versichert, womit ich mir die gestundete Versicherung gespart habe. Und jetzt bin ich wieder selbständig gemeldet und jetzt bekomme ich wieder nichts.


Es ist eine Frechheit, wenn man sich anschaut, welche Leute welche Summen an Förderungen bekommen haben. Das ist ein Wahnsinn, weil die am Amt sehen ja eh wie viel wer verdient hat und dann sollen sie dem halt den Tausender geben, damit er zumindest die Miete bezahlen kann. Das ist wirklich lächerlich, dass man wegen Kleinigkeiten darauf sitzen bleibt und die anderen stecken sich die Hunderttausender ein. Die die es eh haben. Die verdienen halt jetzt einmal ein halbes Jahr nichts, aber die könnten auch noch zehn Jahre zuhause bleiben und es wäre ihnen egal. Da bin ich dann heiß.


Die Rote Fahne: Wie ist es zum Lied „#nedmitunsaAns“ gekommen?

ANSA: Ich war mit der Situation schon die ganze Zeit unzufrieden, aber ich wollte nichts dazu sagen, damit es nicht so wirkt, als möchte ich mich dadurch profilieren, dass ich meinen Senf dazu gebe. Meine Laune war schon deshalb getrübt, weil ich seit zwei Jahren nicht wirklich ein Einkommen habe wegen der Maßnahmen. Ich habe mich auch über die Impfung informiert und was sie bewirkt. Dann hat man gesehen, dass sie zumindest nicht das gebracht hat, was versprochen wurde. Ich bin kein Impfgegner und wenn es einen Sinn machen würde, dann würde ich mich auch impfen lassen. Wenn es wirklich eng wird und die Leute umfallen wie die Fliegen, dann muss man da halt abwiegen und dann würde ich das auch machen. Aber das war ja dann nicht der Fall. Wie sie dann aber die Impfpflicht angekündigt haben, da habe ich gesagt „Jetzt reichts“, jetzt muss man die Pappn aufmachen und ich habe doch noch eine Reichweite und das mache ich jetzt. Wenn man schon die Möglichkeit hat, Leute auf etwas aufmerksam zu machen, dann soll man sie auch nutzen.


Die Reaktionen auf #nedmitunsaAns waren eigentlich sehr gut. Ich habe mir vorher schon ein wenig Sorgen gemacht, denn wenn man den Medien glaubt, müsste Impfablehnung und -befürwortung so zirka 50:50 sein. Ich bin dann auch davon ausgegangen, dass die Reaktionen im schlimmsten Fall 50:50 sind, das heißt da werde ich schon ordentlich mein Fett abkriegen. Aber es war nicht so. Es hatte irrsinnig viele Aufrufe und insgesamt haben es 90 Prozent super gefunden und rund zehn Prozent nicht. Wir haben normalerweise in einer Woche 5.000 Aufrufe und dieses Lied hatte schon im ersten Monat 40.000 Aufrufe. Jetzt sind es bald 100.000. Ich habe das Lied auch lange gar nicht auf Spotify gestellt und nicht verkauft, um mich nicht angreifbar zu machen, dass ich es nur wegen dem Geld machen würde. Ich habe auch keine Werbung geschalten, so dass man es sich einfach anschauen kann. Und dann kann auch keiner sagen, dass ich das nur fürs Geld mache. Der zweite Teil #nedmitunsaAns Pt.2 ist so entstanden, dass ich mit EMIR, das ist ein Rapper aus Salzburg, zusammengekommen bin. Er ist geimpft und dadurch, dass mir das egal ist, weil ich auch nicht bei der Spaltung mitmache, haben wir gesagt das machen wir.


Ich glaube nicht, dass sie einen Impfstoff machen, der alle Leute umbringt. Das stimmt natürlich nicht. Aber dass sie herumprobieren, weil es in so einer kurzen Zeit nicht machbar ist einen guten Impfstoff zu entwickeln und dass sie die mRNA-Technologie sehr gerne probieren würden. Wie viel von dem Impfstoff da gekauft wird, da muss man ja wirklich alle drei Monate impfen, dass sich das überhaupt rentiert, dass das aufgebraucht wird.


Die Rote Fahne: In dem Lied richtet ihr euch gegen die Spaltung der Gesellschaft. Warum ist es wichtig, sich gegen die Spaltung zu stellen?

ANSA: Man soll sich nicht spalten lassen, weil wenn es da wirklich darum geht, dass so etwas wie ein Social Credit System kommen könnte, oder dass man überall den Grünen Pass herzeigen muss, dann soll man da nicht mitmachen. Jeder der ein Smartphone hat gibt ja jetzt schon „freiwillig“ sehr viel von sich preis, auch jeder der in den Sozialen Netzwerken ist. Ich habe beispielsweise Soziale Netzwerke nur wegen der Musik, weil ich dadurch die Leute erreiche. Aber mit dem Smartphone alleine ist man schon sehr überwacht, mit GPS oder wenn man mit dem Navi wohin fährt. Wenn das in die Richtung geht, dass man dann den Grünen Pass überall herzeigen muss, man in der U-Bahn beim Einsteigen und Aussteigen gescannt wird, wenn du in ein Geschäft gehst, was du gekauft hast… Es ist ja teilweise jetzt schon so, dass du Werbung bekommst, nur wenn du mit jemanden über etwas bestimmtes sprichst. Es ist ja jetzt schon zu viel.


Das mit der Impfpflicht machen sie in meinen Augen nur, weil sie selber so viel anderen Dreck am Stecken haben, worüber aber nicht berichtet wird. Das ist plötzlich egal, weil nur über die Impfpflicht berichtet wird. Dass sie die Unterlagen geschreddert haben, die ganze Hygiene Austria Sache, die Beidl-Pics - das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn man 2.500 solcher Bilder am Diensthandy hat und dann noch steht ‚du kriegst eh alles was du willst‘, da denk ich mir halt echt… Jeder der möchte soll sich impfen lassen, aber die anderen Sachen dürfen nicht unter den Tisch gekehrt werden.


Ich bin froh, dass in Österreich jetzt einmal überhaupt etwas passiert, weil die Österreicher sind ja sonst nicht so, dass sie auf die Straße gehen. Dass jetzt so viele Leute auf die Straße gehen, finde ich bewundernswert. Letztes Jahr war ich nur auf zwei Demonstrationen, weil es mich sehr gestört hat, dass die ganze Zeit gekesselt worden ist. Jetzt bei den großen Demonstrationen ist das leiwand, es ist eine gute Stimmung und man sieht wie viele Leute da einer Meinung sind. Das gibt einem auch noch einmal viel Energie und Motivation, dass man wieder hingeht. Es hat ja nicht nur mit der Impfpflicht zu tun, da geht es wirklich um alles. Weil wenn man sieht, wie viele Leute da auf die Straße gehen, dann kann man ja ganz andere Sachen auch noch erreichen.


Die Rote Fahne: Was denkst du zur aktuellen Medien-Berichterstattung?

ANSA: Sie zeigen das, wo Geld dahintersteckt. Es wird gezeigt, was jene haben möchten die zahlen. Das ist die Berichterstattung. Ich habe auch in der Filmproduktion gearbeitet und ich weiß, dass bei allen Reality-Shows 70% gescripted ist. Ich weiß halt, wie ‚spontan‘ Reality-TV ist.


Ich verstehe das schon, die Leute werden beeinflusst, wenn es eine bestimmte Berichterstattung gibt. Wenn die Berichterstattung anderes wäre, wenn nicht mehr so hysterisch berichtet würde, dann hätte sich viel von selbst erledigt. Vielleicht hat man auch ein bisschen etwas gelernt, beispielsweise das Händewaschen generell gescheit ist, das hätte man immer schon machen sollen. Und wenn man krank ist und man glaubt man braucht eine Maske, dann soll man sie halt aufsetzen. Oder dass man auch nicht hackln gehen muss, wenn man Fieber hat und Zuhause bleibt. Früher ist man halt gekündigt worden, wenn man zu oft im Krankenstand war. Aber so wie jetzt damit umgegangen wird, mit Lockdowns und so weiter, das ist einfach irre. Ich hoffe auch das Neuwahlen kommen, gleichzeitig weiß man auch nicht mehr was man wählen kann. Es ist ein Wahnsinn was da abgeht, die ändern alle ihre Meinung innerhalb von einem Monat. Entweder die haben alle wirklich keinen Plan, oder die glauben wir sind die ärgsten Vollkoffer.


Die Rote Fahne: Was denkst du über die Demonstrationen der Maßnahmen-Kritiker?

ANSA: Ich finde es super, dass es das gibt. Es ist vollkommen bunt durchgemischt, es ist jeder dort. Ich finde es auch gut, dass es die vielen kleinen Demonstrationen daneben gibt. Ich habe mich mit dem Thema vorher nie auseinandergesetzt, aber ich glaube, dass es etwas bringt, dass es die Leute motiviert. Der Zusammenschluss und dass es immer mehr wird, das ist gut. Jeder sollte hingehen.


Am meisten ärgert mich dieser „Nazi-Vorwurf“, wenn man auf die Demos geht. Aber diese Leute sollten einfach selber einmal hingehen. Auf Facebook gab es auch ein paar Leute, die solche Kommentare auf meiner Seite geschrieben haben, wie „wenn du mit Nazis gehst“. Aber da denke ich mir, ‚ich und ein Nazi?‘, das ist einfach nur dumm. So etwas ärgert mich dann, weil man nicht mehr argumentieren kann ... es ist egal was man darauf sagt, weil „dort gehen die Rechten mit“. Wenn das das einzige Argument ist… Es sind mehr als 20 verschiedene Sachen angemeldet, da kann man dann schauen, wo man hingeht und nachher gibt es die gemeinsame Ring-Runde. Ich finde es auch nicht in Ordnung, dass die Geschäfte jetzt wegen den Demonstrationen jammern, weil weniger Leute einkaufen würden. Mir ging es zwei Jahr schlecht, da werden sie die Demonstrationen an den Samstagen ja wohl verkraften. Sie sollten zumachen und zuhause bleiben, oder halt mitgehen!


Die Rote Fahne: Was kommt bei euch als nächstes?

ANSA: Grundsätzlich ist natürlich geplant, dass wir weitermachen. Ich habe mit EMIR aus Salzburg ein neues Album fast fertig, welches sicher in den nächsten zwei Monaten rauskommt. Wir haben viele Sachen schon angefangen, aber es ist sehr schade, dass jedes Album, das wir derzeit rausbringen eher „verschossene Munition“ ist, weil man damit nicht Live spielen kann. Wir werden Lieder machen und diese online stellen. Es schaut so aus, dass wir im Mai einen größeren Auftritt haben werden, aber auch das ist total mühsam. Wenn man einmal oder zweimal im Monat spielt, dann hat man alles intus. Wenn man aber nur einmal im Jahr einen Auftritt hat, ist das viel schwieriger. Man muss wieder reinkommen. Es sollte wieder ein bisschen Normalität einkehren.


Die Rote Fahne: Möchtest du unseren Leserinnen und Lesern sonst noch etwas sagen?

ANSA: Bis zum Sommer wird sich jetzt alles lockern, wenn wir Glück haben, kommt das Thema vom Tisch, aber dann kommt sicher das nächste, wie der Black-Out-Wahnsinn. Wenn wir Pech haben, geht es im Herbst so weiter. Es ist ein Wahnsinn wie viel Geld da dahintersteckt, was da an Steuergeldern in die Impfung, die Maskenproduktion und so weiter hineingesteckt wird. Das Geld hätte man in das Gesundheitssystem investieren müssen. Das ist ja nicht gemacht worden, sondern es ist abgebaut worden.


Die Rote Fahne: Danke für das interessante Interview!