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Indien: Feier zur 22. Woche der Volksbefreiungsarmee


Wie jedes Jahr wurde auch in dieser ersten Dezemberwoche die „Woche der Volksbefreiungsguerillaarmee“ in Indien gefeiert. Zahlreiche Aktionen sind ein Beweis für die Kraft der revolutionären Bewegung und den Widerstand des Volkes.


Seit 22 Jahren wird in Indien vom zweiten bis zum achten Dezember die „Woche der Volksbefreiungsguerillaarmee“ gefeiert. Die Volksbefreiungsguerillaarmee (auf Englisch: People‘s Liberation Guerilla Army (PLGA)) befindet sich seit ihrer Gründung im revolutionären Kampf, dem „Volkskrieg“, gegen den indischen Staat. Der Widerstand und Kampf der indischen Bevölkerung hat sich insbesonders heute zu neuen Höhen entwickelt. Grund dafür ist insbesondere der Ausverkauf des Landes an ausländische Unternehmen und die faschistische Politik, Indien bis 2047 in einen „Hindustaat“ zu verwandeln – mittels grausamen Terrors gegen die Bevölkerung. Auch die revolutionäre Bewegung hat sich in vielen Punkten im Einklang damit weiterentwickeln. Die Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch) (KPI(Maoistisch)), die führende Kraft der revolutionären Bewegung, erklärt zur diesjährigen PLGA-Woche: „Die revolutionären-demokratischen Kräfte, unterdrückten Klassen, unterdrückten sozialen Gemeinschaften und unterdrückten Nationalitäten müssen eine vereinte, organisierte Widerstandsbewegung und den Volkskrieg aufnehmen.“


Während der PLGA-Woche wurden unzählige Plakate und Flugblätter verbreitet. Zentral war wie jedes Jahr der Aufruf an die Bevölkerung, sich der Revolution und der PLGA anzuschließen. Ebenso wurde den Toten der Revolution gedacht, und dazu aufgerufen, die „volksfeindlichen Maßnahmen der raubenden und wuchernden herrschenden Klassen zu entlarven und eine große Massenbewegung dagegen zu entwickeln.“ Unter anderem wird von Plakataktionen im Bundesstaat Jharkhand, in fünf Dörfer im Bezirk Bokaro, sowie im Bezirk Giridih berichtet.


Bereits im Vorhinein wurde ein „bandh“, ein bewaffneter Streik, abgehalten, der den gesamten Bundesstaat Chhattisgarh lahmlegte und bei dem auch Autos, Funkmasten und Straßenbaumaschinen zerstört wurden. Diese Infrastruktur wird für den Raubbau durch imperialistische Konzerne gebaut, oder dient den Interessen der feudalen Großgrundbesitzer und hat wichtige militärische Bedeutung für die Streitkräfte des indischen Staatsapparats, und nicht für die Bevölkerung. Aufstandsbekämpfung und Ausbeutung – das sind die hauptsächlichen Gründe, warum der indische Staat Steuergelder in Infrastruktur hineinsteckt.


Es gab Meldungen, dass die Polizei in der PLGA-Woche in höchste Einsatzbereitschaft versetzt wurde: in den Bundesstaaten Chhattisgarh, Jharkand (an der Innengrenze zu Bihar), in einigen Bezirken von Andhra Pradesh und dem Bezirk Telangana. Besonders in der Grenzregion von Chhattisgarh und Telangana wurden großflächige Durchkämmungsaktionen organisiert. In den Tonto-Wäldern im Bundesstaat Jharkand (Bezirk West Singhbhum) kam es zu einer Reihe besonders heftiger Zusammenstöße zwischen der PLGA und der Polizei. Vom ersten bis zum dritten Dezember wurden fünf Polizisten verletzt.


Die PLGA-Woche ist traditionell auch ein Moment des Rückblicks auf ein vergangenes Kampfjahr. 2022 wurden 132 Kader der KPI(Maoistisch) umgebracht. In den revolutionären Gebieten konzentrierten die Herrschenden Indiens über 650.000 Sicherheitskräfte. Die PLGA hat beinahe 200 Operationen gegen diese durchgeführt, und 31 getötet. Außerdem wurden 69 Polizeiinformanten hingerichtet, sowie sieben Führer von verschiedenen Parteien des Staatsapparates. Im Mai 2017 beschloss die indische Regierung eine Offensive mit dem Namen „SAMADHAN“ („Antwort“). Sie wurde mit dem Ziel angelegt, in fünf Jahren die Revolution zu vernichten. Trotz Luftbombardements auf bewohntes Land, unzählige Hinrichtungen – auch von Zivilisten - die als Gefechte getarnt sind, und der Entvölkerung zahlreicher Dörfer kann heute, fünf Jahre später gesagt werden, dass sie dieses Ziel nicht erreicht haben.


Wie die indische Monopolpresse zähneknirschend berichtet, endete die PLGA-Woche mit großen und gelungenen Feierlichkeiten in der Region Dandakaranya. „Trotz der Unablässigkeit der Polizei hat die KPI(Maoistisch) Videos von der 22. Woche der Feierlichkeiten veröffentlicht, die von der Volksbefreiungsguerillaarmee organisiert werden… Die Bevölkerung der umliegenden Dörfer beteiligten sich zahlreich an den einwöchigen Feierlichkeiten, die in der Waldregion an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Andhra Pradesh und Chhattisgarh abgehalten wurden.“ Diese Aktionen zeugen davon, dass die Kommunistische Partei, als auch die Befreiungsarmee tiefe Wurzeln in der Bevölkerung hat. Für alle, die mit der gerechtfertigten Sache der indischen Revolution solidarisch sind, sind sie ebenso Grund zu feiern.




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