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Brasilien: Brücke symbolisiert revolutionäre Arbeiter-Bauern Einheit

vor 4 Stunden
2 Min. Lesezeit

Zwischen 18. und 20. September wurde im Rahmen eines Produktionsfestes im Bundesstaat Minas Gerais der 20. Jahrestag der „Arbeiter-Bauern Brücke“ gefeiert. 2006 wurde durch eine selbstorganisierte und kollektive Aktion von Arbeiter und Bauern eine Brücke erbaut, die „nicht wegen ihrer Größe, sondern wegen ihrer Bedeutung“ zu einem wichtigen Symbol neuer Entwicklungen innerhalb der revolutionären Volkskämpfe in Brasilien wurde.



Die Brücke verbindet heute zwei Ufer eines Flusses, der früher nur unter hohen Gefahren für Menschen und Tiere überquert werden konnte. Leere Versprechungen der Regierung zum Bau einer Brücke wurden nur zu den Wahlen hervorgeholt, um sie kurz danach wieder unter den Tisch fallen zu lassen. Eine Gruppe von Arbeitern nahm den Bau dieser Brücke 2006 selbst in die Hand und ihre Initiative fiel auf fruchtbaren Boden.


Mehr als 1.000 Leute aus 12 Dörfern beteiligten sich

Über 1.000 Leute aus 12 Dörfern beteiligten sich am Bau der Brücke und arbeiteten kollektiv und ehrenamtlich. Die Arbeiter stellten technisches Wissen, Werkzeuge und Materialien zur Verfügung, die Bauern organisierten Verpflegung, Unterkunft und Transport. Das Resultat dieser kollektiven Arbeit ging über den Bau der Brücke hinaus: „Die Volksversammlung, das Gremium, das die politische Macht der Massen ausübte und den Keim für das bildete, was später zum Leitungsgremium der Agrarrevolution werden sollte, beschloss, sie zu Ehren des Bündnisses zwischen Proletariat und Bauernschaft – der Grundlage der Revolutionären Einheitsfront – sowie der Volkskämpfer im Norden von Minas Gerais zu benennen; sie traf zudem die Entscheidungen und leitete den gesamten Prozess.“, so die brasilianische Zeitung AND. Die Brücke symbolisiert eine Wegmarke im Kampf um die Einheit von Arbeitern und Bauern, ein Instrument von strategischer Bedeutung zur Entwicklung der demokratischen Revolution.


Brücke als Symbol gegen Untertanengeist

Die Brücke, so die Zeitung AND, ist auch Symbol gegen den Untertanengeist, sie erinnert uns daran, dass Arbeiter und Bauern „gemeinsam aufbauen und regieren können, ohne um ‚Segen‘ zu bitten oder vor irgendjemandem den Kopf zu neigen“. „Die Brücke, die auf eigenständige Initiative der Arbeiter hin und unter der Führung der Volksversammlung errichtet wurde, erfüllte ein konkretes Bedürfnis der Gemeinden und verkörperte die neue Macht der Massen, die Arbeit, Produktion und gemeinschaftliches Leben im Kampf gegen die Großgrundbesitzer und den alten Staat gemeinsam organisieren. Auf diesem Weg behauptet sich die Agrarrevolution als Speerspitze und erste Etappe der neuen demokratischen Revolution.“


Die hohe Landkonzentration in den Händen der Großgrundbesitzer in Brasilien ist Ausdruck der halbfeudalen-halbkolonialen Verhältnisse in denen sich das Land befindet. Heute kämpft die Liga der Armen Bauern (LCP) in vielen Teilen des Landes für die Entwicklung der Agrarrevolution, der Eroberung des Landes durch die Bauernschaft, vor allem der armen und landlosen.



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