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Zum Verbot der Palästina-Vorlesung


(Korrespondenz aus der Universität)




Viele sagen im Kapitalismus gibt es keine „freie Wissenschaft“. Das stimmt. Doch gibt es immer einen gewissen Spielraum was gesagt und publiziert werden darf.





Die aktuellen Ereignisse werden ganz offensichtlich dazu genutzt, diesen ohnehin schon engen Spielraum an den Universitäten weiter einzuschränken. Eine Entwicklung, die bei vielen meiner Studienkollegen auf Ablehnung stößt. Zum Beispiel sind viele mit dem Verbot des Teach-Ins „Against the Present: Past and Future Perspectives on Palestine“, das vom 7. bis zum 15. November hätte stattfinden sollen, nicht einverstanden. Und das nicht unbedingt weil sie allesamt Palästina unterstützen (hier gehen die Positionen weit auseinander), sondern weil sie das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Wissenschaftlichkeit an den Universitäten hochhalten. Dass ein Verbot diesen Ansichten entgegensteht, ist offensichtlich. Alle Positionen der Vortragenden kenne ich selbstverständlich nicht. Jene aber, die das verbieten wollen, tun das offensichtlich noch viel weniger!


Kein einziges Mal wurde auf die Inhalte der Publikationen jener Vortragenden Bezug genommen, deren Beiträge verboten wurden. Dass das Rektorat der Uni Wien die Untersagung damit begründet, dass „durch die Auswahl der Rednerinnen keine Perspektivenvielfalt gewährleistet“ gewesen wäre, ist fast schon unglaublich, wo es doch von der Uni Wien zu den aktuellen Ereignissen in Israel und Palästina nur ein offizielles Statement gibt, in dem allein die palästinensische, nicht aber die israelische Seite verurteilt wird...





Bildquelle: Universität, Dom Fou, unsplash


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Was sind Korrespondenzen?


Korrespondenzen sind Beiträge aus verschiedenen Teilen der Bevölkerung, sozusagen ein direktes Sprachrohr aus dem Volk. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass die jeweiligen Korrespondenten direkt aus ihrem alltäglichen Leben berichten: aus dem Betrieb, dem Viertel, der Familie, der Schule, usw… Als Presse aus dem Volk, drückt die revolutionäre und demokratische Presse nicht nur die Interessen des Großteils der Bevölkerung aus, sondern bindet deren Repräsentantinnen und Repräsentanten auch aktiv ein, gibt ihnen eine Stimme, präsentiert die verschiedenen Meinungen und Ideen aus den Massen um sie miteinander vergleichen zu können und in Diskussion treten zu lassen. Daher finden in der Roten Fahne die Arbeiterinnen und Arbeiter, Stimmen der Jugend- und Frauenbewegung, der Studierenden, der Gewerkschaftskräfte, der Migrantinnen und Migranten ebenso wie der kleinen Selbstständigen und Gewerbetreibenden, Stimmen aus Stadt und Land, eine Plattform und ein Organ. Die Korrespondenten sind keine Redaktionsmitglieder, weshalb sie auch nicht im engeren Sinne an die Blattlinie gebunden sind, sondern “ihre Stimme” zum Ausdruck bringen.



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