OÖ/Ramsau/Molln: Bundesheerübung löst Wald- und Wiesenbrand aus
- Jennifer M.
- vor 2 Stunden
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(Lokalbericht Oberösterreich)

Am 22. Juli wurde bei einer Bundesheerübung durch einen Leuchtkörper eine 500 Quadratmeter große Wald- und Wiesenfläche in Brand gesteckt. Der Brand konnte erst um drei Uhr nachts von sieben Feuerwehren endgültig gelöscht werden.
Dass das Bundesheer in regelmäßigen Abständen auf diversen Truppenübungsplätzen Übungen durchführt ist die Regel. Besonders ist es aber am Truppenübungsplatz Hopfing (landläufiger Sprachgebrauch). Dieses befindet sich inmitten des Nationalparks Kalkalpen und ist Teil des sogenannten Europaschutzgebietes. Auch wenn der Schießplatz aus dem Naturschutzgebiet „ausgenommen“ ist, sind nun weite Wiesen- und Waldflächen zerstört. Auch wenn bei diversen Übungseinsätzen (sowie nun im August in Raum Perg) darauf „geachtet“ wird Flurschäden zu vermeiden und für sie finanziell aufzukommen, ist es nicht nur die Last des Steuerzahlers, sondern nun auch offensichtlich für eine Naturschutzregion!
Während nun noch mehr in Aufrüstung und Militarisierung investiert wird, wird bei Sozialem gekürzt – dass etwaige weitere Schädigungen von Umwelt vermutlich nicht rasch aufgeforstet werden und der Platz vielleicht für einen Ausbau des Truppenübungsplatzes herhalten könne (in Hopfing handelt es sich ohnehin um den kleinsten Truppenübungsplatz Österreichs) sei nun einfach dahingestellt. Sollte dies der Fall sein, sei an die Proteste der 80er-Jahre (1) erinnert, welche die Errichtung eines großen Truppenschießplatzes im Reichraminger Hintergebirge erfolgreich verhindert haben.
(1) https://www.nationalparksaustria.at/de/news-detail-aktuelles/rettet-das-hintergebirge.html
Bildquelle:
Schießplatz Ramsau-Molln, Tiegerente, CC BY-SA 4.0






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