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Nein zum Krieg gegen Gaza.



Die Bodenoffensive hat nun begonnen und soll „schrittweise ausgeweitet“ (1) werden. Bisher sind in den letzten drei Wochen bereits mehr als 8.000 Palästinenser dem Krieg des israelischen Staates, mit Unterstützung von USA und Teilen der EU, gegen Gaza zum Opfer gefallen. Dieser aktuelle Krieg gegen den Gaza-Streifen bedeutet nicht nur eine weitere Vertreibung der Palästinenser, sondern auch ein weiteres großes Massaker am palästinensischen Volk.



Gaza bombardieren bedeutet die Bevölkerung bombardieren.

Der Gaza-Streifen, ein Gebiet vergleichbar mit der Fläche Wiens und mit einer der höchsten Bevölkerungsdichten der Welt, wird nicht ohne Grund als Freiluftgefängnis bezeichnet. Auf engstem Gebiet leben hier rund 2,2 Millionen Palästinenser zusammengepfercht und eingesperrt. Luftangriffe auf den Gaza-Streifen können rein aufgrund dieser Gegebenheiten nicht ohne massive zivile Opfer durchgeführt werden, weshalb die Kritik an israelischen Bombardements auf Gaza nicht erst mit dem 7. Oktober begann, sondern seit Jahren geübt wird. Sowohl die Bombardements, die begonnene Bodenoffensive, als auch das Aushungern richtet sich gegen die Bevölkerung des Gaza-Streifens in ihrer Gesamtheit.


Der „Feind“ ist das palästinensische Volk

Die offiziellen Ziele der Kriegsführung Israels sind die Befreiung der Geiseln, als auch die Ausschaltung der Hamas. Auch in Israel gibt es bereits massiven Protest gegen die Angriffe auf den Gaza-Streifen, da die Chance auf ein Überleben der Geiseln mit jeder Intensivierung geringer wird – rein aufgrund der Fokussierung auf die Tunnelsysteme, in denen sich die Geiseln höchstwahrscheinlich befinden. Die protestierenden Israelis fordern zu großen Teilen die Zustimmung der Bedingungen der Hamas: Freilassung der Geiseln für die Freilassung aller palästinensischen Gefangenen aus den israelischen Gefängnissen.


Bei den Luftangriffen auf den Gazastreifen werden bei Weitem nicht nur „militärische Ziele“ getroffen und auch nicht nur der Norden von Gaza. Auch im Süden und auf Flüchtlingslager gab es bereits Angriffe. Der Krieg gegen die palästinensische Widerstandsbewegung ist ein Krieg gegen das palästinensische Volk, das nicht nur das Interesse hat „irgendwie zu überleben“, sondern auch jenes der Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung. Der Nährboden des palästinensischen nationalen Befreiungskampfes ist die Vertreibung und Unterdrückung der Palästinenser, das Verwehren von Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Die Angriffe des israelischen Staates wird immer größeren Widerstand in der palästinensischen Bevölkerung hervorrufen. Soll also das „Palästinenserproblem“ von Seiten Israels durch die Auslöschung der Bevölkerung im Gaza-Streifen gelöst werden? Laut österreichischen Parlamentsvertretern und Regierung ist das die „Lösung“ die Unterstützung erfahren sollte! Als offiziell neutraler Staat stellte sich Österreich gegen die Unterzeichnung der UN-Deklaration für einen Waffenstillstand. Alle demokratischen, antiimperialistischen und revolutionären Teile der österreichischen Bevölkerung müssen sich entschieden gegen diesen Angriff auf die Neutralität, aber auch gegen den Angriff auf die palästinensische Bevölkerung stellen – und viele taten es bereits in Demonstrationen und Solidaritätsaktionen.


Ein wichtiges Beispiel dieser internationalen Solidarität zeigten Hunderttausende in Großbritannien. Rund eine halbe Million ging alleine an einem Tag auf die Straße, um gegen den Angriff auf den Gaza-Streifen zu protestieren. Hunderte Arbeiter blockierten Rüstungskonzerne, um sie von der Lieferung von Kriegsgerät an Israel abzuhalten.



Eine Doppelmoral die ihresgleichen sucht

Allzu schnell wird von Seiten der Herrschenden und ihrer Medien die Entscheidung über „guten“ und „bösen“ Widerstandskampf vorweggenommen und die „richtige Meinung“ vorgegeben. Erinnern wir uns an die große Kritik der Herrschenden im „Westen“ in Bezug auf die Minderheit der Uiguren in China, oder die „Betroffenheit“ über die Repression des iranischen Regimes gegen Proteste. Wenn aber die palästinensische Bevölkerung die Rückkehr in ihre Heimat, die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung einfordert, so werden diese von Vornherein als illegitime Anliegen bezeichnet. Hier handelt es sich einzig alleine um Herrschafts- und Hegemonieinteressen und nicht um den „Schutz der jüdischen Bevölkerung“, oder „Solidarität“. Ist es der imperialistische Konkurrent, so werden Kritik und Widerstandskampf gut geheißen und versucht, für eigene Zwecke zu benutzen. Sind es die eigenen imperialistischen Interessen im arabischen Raum, ist auch Krieg und Mord offenbar ein legitimes Mittel.






Quellen: (1) zdf.de

Bildquelle: Schäden im Gazastreifen im Oktober 2023 - 49 - Al Araby - CC BY-SA 3.0 URKUNDE

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