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KZ-Mauthausen: Gedenktafel für Hermann Köhler

Vergangenen Samstag, am 22. Juli, wurde eine Gedenktafel für Hermann Köhler durch den KZ-Verband OÖ im KZ-Mauthausen errichtet.




Mit einem Gedenkzug durch das KZ wurde Hermann Köhler, einem der „12 Helden des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Österreichs“ gedacht. Als unermüdlicher Kämpfer für die Niederschlagung des Faschismus und für die Befreiung Österreichs ist er als unsterblicher Held in die Geschichte des internationalen Proletariats eingeschrieben.


Hier veröffentlichen wir den Redebeitrag der Roten Fahne:



Hermann Köhler: Als einer der 12 Helden des Zentralkomitees der KPÖ lebt sein Andenken im Kampf weiter!


Es gibt fast keine bessere Zeit als heute, einem Kommunisten wie Hermann Köhler einer war, zu gedenken! Kein Gedenken, dass auf bloßes Erinnern an vergangene Perioden des Klassenkampfes zentriert, und auch kein Gedenken, dass eine individuell persönliche Note besonders hervorhebt. Denn das war Köhler nicht und auch nicht sein Bestreben und Kampf. Er war einer der besten Söhne der österreichischen Arbeiterklasse und des Volkes, er war ein Rad im Triebwerk der revolutionären Partei. Er war ein Kämpfer internationalen proletarischen und revolutionären Bewegung. Dafür gab er sein Leben und dafür wurde er auch nur wenige Tage vor der Befreiung noch hingerichtet! Ungebrochen und mit hoch erhobenem Haupt!


Hermann Köhler erlebte in seinem nur kurz andauernden Leben, er wurde mit 38 hingerichtet, stürmische und sich schnell entwickelnde Zeiten. Als junger Bursch den ersten Weltkrieg mit der großen Auseinandersetzung der Stellung der Kommunisten zum imperialistischen Krieg. In der Zeit der Rätebewegung organisierte er sich mit nur 16 Jahren im KJV und wurde rasch dessen Obmann in der Wiener Leopoldstadt. Als Kommunist war er glühender Verteidiger der Sowjetunion, übernahm viele internationale Aufgaben, studierte an der internationalen Lenin-Schule und wurde Mitglied im ZK der KPÖ. Nach den Februarkämpfen 1934 musste er das Land verlassen. Unermüdlich arbeitete er auch in Emigration in der Tschechoslowakei und in Frankreich an der Festigung der Parteiorganisation in Österreich. In der schwersten Zeit der illegalen Arbeit, der Zeit der Besatzung Österreichs durch Nazideutschland, kehrte er illegal nach Österreich zurück um den Widerstand gegen den Faschismus und für die Befreiung Österreichs zu organisieren. Über ihn schrieb die KPÖ kurz nach der Befreiung: „Er nahm die Fäden der verschiedenen Gruppen der Partei in seine Hand, und wie ein Weber Faden an Faden zu einem einheitlichen Muster knüpft, so knüpfte Konrad [Anmerkung der Redaktion: Konrad Hermes war sein Kampfname] Faden an Faden zu dem Gewebe der illegalen Widerstandsbewegung gegen Hitler. Er war furchtlos (…)“. Als er von den Nazibestien festgenommen wurde, unterzog man ihn einer wahren und langen Qual aus Folter und Misshandlungen. Aber Hermann Köhler konnte nicht gebrochen werden und verriet kein Wort. Was für ein Arbeiter, was für ein Genosse er doch war! Was für eine Partei die KPÖ damals war, dass sie solche Kämpfer hervorbrachte!


Nehmen wir uns ein Beispiel daran! Gerade heute ist das notwendig! Wo die Herrschenden zum Krieg rüsten, wo Genozid legitimiert und gedeckt wird. Einer Zeit wo die Unterjochung fremder Länder wieder offenes Ziel der Imperialisten ist. Einer Zeit wo Sparzwang und Lohnsenkung als Notwendigkeit präsentiert wird. Nehmen wir uns ein Beispiel daran, dass Hermann Köhler nicht nach Bestätigung und Anerkennung suchte, oder auf der moralisch richtigen Seite stehen wollte. Er richtete sein Leben und seinen Kampf im Dienst der Interessen des internationalen Proletariats und der Völker, und damit im Dienst der Revolution und des Sozialismus. Er scheute es nicht anzuecken oder eine andere Position einzunehmen, er scheute keine Auseinandersetzung. Er scheute es nicht Teil jener zu seine, die im zähen und langwierigen Kampf mit den eigenen Händen eine revolutionäre Partei schmiedeten. Hermann Köhler, ein Held des internationalen Proletariats!


Diesem Erbe, dieser Haltung, wollen wir heute durch unser Gedenken Bedeutung geben, wollen es hochalten und weiterführen!


Hoch leben die 12 Helden des Zentralkomitees der KPÖ!

Nieder mit Faschismus und Imperialismus!

Hoch das Band der Völkerfreundschaft und Solidarität!




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