Korrespondenz: Fauler Arbeitsloser oder Krise der Industrie?
- Maximilian R.
- 22. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
(Korrespondenz aus dem Alltag)

Als Industriefacharbeiter in Wien sollte man doch bei dem angeblichen „Fachkräftemangel“ schnell eine Arbeit finden. Sollte zu mindestens angenommen werden. Dem ist aber nicht so, wie ich schmerzlichst erfahren musste.
Ich arbeitete schon fast mein ganzes Leben in der Industrie in Oberösterreich. Da es mich immer schon in die Stadt gezogen hat, habe ich gedacht ich versuche mein Glück in Wien. Arbeit sollte doch leicht zu finden sein, bei so viel Werbung, die ja gerade im Zuge des Fachkräftemangels gemacht wird. Aber dann kam die bittere Realität: Keine Arbeit trotz zahlreicher Bewerbungen. Auch vom AMS habe ich in über einem Monat kein Stellenangebot bekommen. Ich schaute mir an, warum das so schwer sein kann eine Arbeit im Bereich der Industrie in Wien zu bekommen. Laut AMS sind in Wien stand Februar 134.232 Menschen arbeitslos – d.h. es gibt im Vergleich zu den anderen Bundesländern sehr viele Arbeitslose. Auch gibt es im Wiener Stadtgebiet nicht viel Industrie, was erschwerend hinzukommt. Ich weiß ich bin nicht allen, es geht vielen gerade so. Ich finde es aber eine Frechheit, wenn ständig von Fachkräftemangel gesprochen wird, in Wirklichkeit die Sache aber anders aussieht. Für die Arbeiter ist das keine gute Lage und wir dürfen uns auch nicht alles gefallen lassen! Wir sind nicht allein und alles andere als „faule Arbeitslose“!
Bildquelle: Industrie, tasukaran, Pixabay
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