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Immer mehr Zwang zu ID-Austria



Seit 5. Dezember ist die ID Austria regulär in Betrieb. Der digitale Ausweis am Smartphone wird für manche Amtswege und „Services“ unumgänglich. Hierzu zählt nicht nur Finanzonline auch neue Führerscheine (1) und Arbeitsmarktservice-Konten (2) werden nur mehr mit ID-Austria zugelassen.

 

In anderen Fällen lässt sich die digitale Identität noch umgehen. Doch nur wenn man es darauf anlegt. Denn es wird bei jeder Gelegenheit Kampagne für die ID-Austria gemacht, selbst dort wo sie noch nicht verbindlich ist. Die Botschaft ist klar: früher oder später, auf die eine oder andere weise, sollen alle genötigt werden eine ID-Austria anzulegen. Bei der Ausstellung von Pässen oder Personalausweisen soll es automatisch geschehen, sofern man sich nicht selber aktiv dagegen auflehnt. Manche Leistungen sind sogar um 30% teurer ohne ID-Austria.

 

Die Verwendung der ID-Austria ist auf Google- und Apple-Nutzer ausgerichtet, was alleine schon eine fragwürdige Angelegenheit in Bezug auf solch datensensible Informationen ist. Ohne Goolge und Apple-Konto ist es zumindest eine recht herausfordernde Hürde eine ID-Austria anzulegen. Die bekannte Plattform „Epicenter.works“ warnt nicht nur vor sicherheitsbedenklichen Fragen und Zwang in Bezug auf ID-Austria, sondern zudem über technische Hürden und Hardware-Probleme. Fingerabdruck bzw. Gesichtsscan sind ebenfalls notwendige Bedingung für die Einrichtung so eines Kontos.

 

Das Ziel des bürgerlichen Überwachungsstaates ist klar: die digitale Erfassung des gläsernen Bürgers, die Zwangsdigitalisierung im Dienste der Herrschenden. Wir sollten es ihnen aber nicht ganz so einfach machen und uns folgernd gegen die Erfassung des „digitalen Bürgers“ und den Wunsch der Herrschenden nach „totaler Überwachung“ ablehnen.

 

Quellen:

(1) epicenter.works/content/how-to-ide-austria-ohne-zwang

(2) wien.orf.at/stories/3330220/


Bildquelle:

Roboter-Künstliche Intelligenz, Delta Works, Pixabay


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