FDLP – Ecuador: Die Unterdrückungskampagne gegen das Volk verschärft sich!
- Redaktion Die Rote Fahne
- vor 1 Tag
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Die FDLP (Volksfront zur Verteidigung der Kämpfe des Volkes Ecuadors) veröffentliche in einer Erklärung (EINE REPRESSIVE KAMPAGNE GEGEN DAS VOLK WIRD ANGEHEIZT!) ihre Ablehnung gegen die kürzlich erfolgten Angriffe auf ein ecuadorianisch-iranisches Kulturzentrum während den Ramadan-Feierlichkeiten. Weiters zeichnen sie in ihrer Erklärung die Verbindung und Unterwerfung der Herrschenden Ecuadors mit dem US-Imperialismus und dem zionistischen Israel im Einsatz gegen das Volks Ecuadors. Unter dem Deckmantel des „Kampfes gegen die Drogenkartelle“ werden arme Bauern und Arbeiter in Ecuador angegriffen und getötet. Mit ihrer Erklärung fordern sie ein sofortiges Ende der Unterdrückungskampagne gegen das Volk in Ecuador und rufen zur Organisierung auf.
Wir veröffentlichen hiermit eine inoffizielle Übersetzung einer Erklärung der FDLP
Die Unterdrückungskampagne gegen das Volk verschärft sich!
Die Streitkräfte und die Polizei Ecuadors sind ein brutales Instrument der politischen Unterdrückung durch die Vereinigten Staaten und den kriminellen Zionismus in dem, was von unserem Land übriggeblieben ist. Sie haben gewaltsam gewütet und Freiraum erhalten, wie ein durchgehendes Maultier, das in alle Richtungen ausholt.
Ohne jede Scham oder Tarnung sind sie zu Instrumenten einer Politik des Bürgerkriegs, der Militarisierung und der Verfolgung geworden, von der vor allem die ärmsten Bevölkerungsschichten betroffen sind.
In den letzten Tagen haben sie mehrere Provinzen des Landes bombardiert. Die bürgerlichen Medien berichten von militärischen Bombardements und dem Einsatz schwerer Waffen in Gebieten von Carchi und Imbabura sowie im Nationalpark Podocarpus, in Zamora Chinchipe, Azuay und Sucumbíos, im Rahmen einer ausgedehnten Offensive über mehrere Provinzen hinweg. Dies sind Kriegshandlungen, die das Land selbst während der bewaffneten Konflikte mit Peru nicht erlebt hat. In böswilliger Raserei haben die Streitkräfte gestern erneut die Nordgrenze bombardiert, und zwar in El Chical in der Provinz Carchi. Dies geschah in einem Gebiet, das von armen Bauern bewohnt wird, darunter auch einige, die neben ihrer landwirtschaftlichen Arbeit gelegentlich auf den Kleinbergbau zurückgreifen.
Die angegriffenen Gebiete sind so verwüstet, dass die Bauern nicht einmal hineingehen können, um nach ihren Arbeitskollegen zu suchen, da, wie offensichtlich ist, alles im Umkreis der Explosionen vollständig zerstört ist.
Und als ob dieser Wahnsinn noch nicht genug wäre, warten die Militärs, die sich strikt
an zionistische Vorgehensweisen halten, nach dem Bombardement nur wenige Minuten und greifen das betroffene Gebiet erneut an, mit der Absicht, den Opfern den Rest zu geben oder diejenigen zu töten, die versuchen, sie zu retten.
Die wahllosen Bombardements und der gesamte Unterdrückungsapparat fordern Opfer. Der am 6. März 2026 in Sucumbíos, nahe der Grenze zu Kolumbien, durchgeführte Bombenangriff traf nicht, wie die Regierung behauptete, ein „Kriminellenlager“, sondern eine Milchfarm, auf der sich auch Bauernhäuser befanden.
Die Operation wurde von den Vereinigten Staaten unterstützt, die einen Militärhubschrauber zur Unterstützung der ecuadorianischen Armee entsandten, während man in Washington von einem Angriff gegen „Drogenterroristen“ sprach. Berichte der New York Times, der AFP und der Human Rights Alliance sammeln jedoch Zeugenaussagen und Beweise, die auf eine weitaus brutalere Realität hindeuten: eine ländliche Bevölkerung, die mitten im Krieg gefangen ist, die Zerstörung von zivilem Eigentum, vorherige Inhaftierungen und Vorwürfe der Folter. Anstelle einer „chirurgischen“ Aktion zeigt sich das Leid ländlicher Familien, die zu Zielen oder Kollateralschäden einer Militärpolitik geworden sind, die zuerst zerstört und erst später rechtfertigt.
Diejenigen, die die Last dieses Terrors, dieser Gewalt tragen, sind die armen Bauern und die Bewohner der Viertel, die durch das Regime und transnationale Konzerne verarmt wurden; diejenigen, die von der Erde leben, sofern sie eine haben, diejenigen, die unter elenden Bedingungen arbeiten, diejenigen, die keine Straßen, keine Krankenhäuser, kein ausreichendes Wasser und auch nicht den elementaren Schutz haben, den ein Staat zu garantieren vorgibt.
Die Militarisierung dringt nicht in diese Gebiete vor, um den Drogenhandel zu bekämpfen, denn sie sind selbst die Drogenhändler!; sie dient dazu, Elend, Enteignung und Halbfeudalismus auf noch brutalere Weise zu verschärfen. Bauern werden vertrieben, von ihrem Land, ihren Gebieten gerissen; es entstehen Bevölkerungslücken, die von Kriminellen mit engen Verbindungen zu Angehörigen der Streitkräfte und der Polizei besetzt werden; darüber hinaus wird die Entstehung einer neuen Schicht von Großgrundbesitzern gefördert, deren Kern die Kriminalität bildet.
Unter dem Vorwand des Ausnahmezustands und der Ausgangssperre sind Razzien, Festnahmen und ein Klima des allgemeinen Misstrauens zur Normalität geworden, dass immer wieder auf Söhne und Töchter des Volkes zurückfällt, die keine nachgewiesenen Verbindungen zu kriminellen Strukturen haben. Die Ausnahme ist zur Regel geworden. Der Krieg ist zur Sprache der Regierung geworden. Und so wurde das Land nach und nach in eine Form des alltäglichen Autoritarismus gedrängt, der nicht immer unter diesem Namen proklamiert wird, aber jeden Tag in den Stadtvierteln, in den Gemeinden, auf den Straßen, in den Städten und im Leben derer ausgeübt wird, die heute das Gefühl haben, dass der Staat in ihr Leben eingreift, es besetzt, sie einschüchtert, bestraft und tötet…
Vor diesem repressiven Hintergrund kommt den Ereignissen rund um das ecuadorianisch-iranische Kulturzentrum in Quito eine entscheidende politische Tragweite zu. Am 28. Februar 2026, während dort eine religiöse Versammlung zum Ramadan stattfand, griff eine vom Mossad angestiftete Gruppe von Angreifern das Gelände mit Steinen, Stöcken und Tränengas an. Die Presse berichtete von Verletzten, Sachschäden und Szenen der Angst an einem Ort, an dem sich Familien, Teilnehmer einer religiösen Zeremonie und Mitglieder einer Gemeinschaft friedlich versammelt hatten. Ein Akt des Hasses, bei dem sogar Flaggen der Vereinigten Staaten und Israels auftauchten. Es handelte sich um einen gezielten Angriff, der zeigt, welchen Einfluss der Zionismus in unserem Land hat.
Doch die Brutalität der Marionettenregierung ging noch weiter: Am 25. März nahmen Polizeibeamte den iranischen Geistlichen und Direktor des ecuadorianisch-iranischen Kulturzentrums, Mohammad Khodadadi, fest. Laut der am selben Tag verbreiteten offiziellen Version wurde die Festnahme mit Vorwürfen wegen angeblicher Verbindungen zur Hisbollah, zur Quds-Truppe und zu Geschäftspartnern, die mit einem Strohmann von Leandro Norero in Verbindung stehen, gerechtfertigt. Unsinn! Es ist offensichtlich, dass hier ein Muster der Schikanierung und Stigmatisierung vorliegt, das entlarvt und entschlossen zurückgewiesen werden muss.
Die Regierung von Daniel Noboa hat alle rechtlichen Grenzen überschritten. Sie hat das Land in einen Sumpf der Unterdrückung gestürzt, in dem hybride Gewalt – ausgeübt von Drogenhändlern und den Repressionsapparaten – zum Alltag geworden ist. Was die große Mehrheit erlebt, ist die Offensive der Faschisten, der Konzerne und der Kriminellen. Noboa ist zu einem Diktator geworden, und ja, jetzt fühlt er sich sicher und fest im Sattel, gestützt durch die Vereinigten Staaten und Israel. Ja, er hat es wirklich geschafft, aber er hat auch Füße aus Ton, und er wird bald fallen.
Angesichts dieser Situation bekunden wir unsere tiefste, entschlossene und kämpferische Solidarität mit dem Genossen Mohammad Khodadadi, mit dem ecuadorianisch-iranischen Kulturzentrum, mit ihren Familien, mit ihrer Gemeinschaft und mit all den Menschen, die Ziel des Angriffs vom 28. Februar und der darauf folgenden staatlichen Schikanen waren. Wir bekunden auch unsere Solidarität mit den von den Bombenangriffen betroffenen Bauern- und Volksgemeinschaften, mit den vertriebenen Familien, mit denjenigen, die unter der Last der Militäroperationen leben, und mit allen Teilen des ecuadorianischen Volkes, die heute unter Militarisierung, Verfolgung und Willkür leiden.
Wir fordern die Einstellung der Schikanen gegen das ecuadorianisch-iranische Kulturzentrum, die uneingeschränkte Achtung der Rechte und Garantien von Scheich Mohammad Khodadadi, die Aufklärung und Bestrafung der Verantwortlichen für den gewaltsamen Angriff im Februar sowie ein Ende der Politik der Bombardierungen, Militarisierung und Unterdrückung, die unter den Bauern Leid und Verletzlichkeit sät. Angesichts der Angst, die man uns aufzwingen will, ist es notwendig, Organisation, Kampfgeist und Widerstand zu stärken.
STOPPT DIE VERFOLGUNG DER VOLKSKÄMPFER!
KEINE AGGRESSIONEN MEHR GEGEN DIE ARME BAUERNSCHAFT!
KEINE VERGEBUNG, KEIN VERGESSEN FÜR DIE HENKER DES VOLKES!







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