Aufruf zur Podiumsdiskussion: Ukraine-Krieg -12. August 2022 | Wien | Museumsquartier


Der Ruf nach Kriegsbeteiligung und Aufrüstung ertönt so laut wie schon lange nicht mehr. Die Zeit des „Friedens“ sei vorbei! Zu einfach werden die „Guten“ und die „Bösen“ ausgemacht und Begriffe wie „Befreiungskampf“ und „Kriegshelden“ verwendet.



Podiumsdiskussion zum Ukraine-Krieg

Aufrüstung, Kriegshetze und die Aufgaben einer neuen Friedensbewegung


Der Krieg in der Ukraine hat nicht erst 2022 begonnen. Während aktuell „die Russen“ zum einzigen Feindbild erklärt werden, ist die Ukraine schon seit längerem Schauplatz von Neuverteilungsbestrebungen der Großmächte. Der vom Westen unterstütze faschistischen Putsch im Jahr 2014 markierte den Beginn eines Krieges der auf dem Rücken der ukrainischen Bevölkerung ausgetragen werden soll, und mit dem Einmarsch Russlands im Februar 2022 eine neue Stufe erlangte.


Im „Westen“ erklang der Ruf nach Kriegsbeteiligung, Aufrüstung und eine Hetzjagd gegen all jene, die sich nicht „bedingungslos“ hinter das Selenskij Regime stellen wollen. Bundeskanzler Nehammer forderte sich nicht „hinter der Neutralität zu verstecken“, und kurze Zeit später folgten Lieferungen von Militärausrüstung und eine Erhöhung des Bundesheerbudgets auf sechs Milliarden Euro.


Während die Imperialisten und ihre Verbündeten nach einer Ausweitung des Krieges streben, Tonnen an Kriegsgeräten liefern und Maßnahmen der Kriegswirtschaft (Stichwort: Sanktionen und Teuerungen) setzen, verstärkt sich der Ruf nach einer neuen Friedensbewegung. Von Streiks in Italien gegen Waffenlieferungen, Protesten gegen Aufrüstung und Teuerungen in Griechenland oder Bulgarien, bis hin zu Demonstrationen gegen Kriegshetze und Aushöhlung der Neutralität in Österreich – die Bevölkerung verschafft sich in vielen Ländern Gehör, dass sie nicht hinter der Kriegspolitik der Herrschenden steht.


Wie sind die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine von einem demokratischen und antiimperialistischen Gesichtspunkt aus zu beurteilen? Wie kann der Kriegshetze und Militarisierung von Seiten der „einfachen“ Bevölkerung begegnet werden und welche Perspektive gibt es für das Interesse der Bevölkerung nach einem gerechten und dauerhaften Frieden? Diesen Fragen wollen wir uns in einer Podiumsdiskussion widmen.


Es diskutieren:


- Gerhard Mack (KomIntern)

- Helga Suleiman (Steirische Friedensbewegung)

- Viktoria Baumer (Zeitung Rote Fahne)

- Videobeitrag eines antiimperialistischen Aktivisten aus der Ostukraine

Weitere sind in Anfrage.