OÖ: Angestellte in Ordensspitäler streikbereit!
- Jennifer M.
- vor 11 Stunden
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Nach vier KV-Verhandlungsrunden zeigt sich die Belegschaft der Ordensspitäler in Oberösterreich streikbereit. Zu Recht, so wurden nur Schlechtgebote von der Chefseite auf den Tisch gelegt. Auf die prominenten Forderungen der Gewerkschaft wie stufenweise Herabsetzung auf eine 35-Stunden-Woche, sowie Anpassung des Lohns auf zumindest die Inflation, zeigt sich die Unternehmerseite empört und schiebt den schwarzen Peter der Landespolitik zu. Mit verschiedenen Methoden versucht man nun die Belegschaft vom Streik abzuhalten – doch die Antwort ist Entschlossenheit auf Seite der Beschäftigten.
Während mit verschiedenen Aufrufen über die öffentlichen Medien die Patienten und deren Angehörige auf den kommenden Streik vorbereitet werden, hagelt es nicht nur von „Arbeitgeberseite“ Kritik an der gewählten Form des Arbeitskampfes – auch die SPÖ gibt ihres dazu bei. So zeigt der SP-Gesundheitssprecher Peter Binder mit dem TuTu-Finger auf die Gewerkschaftsführung und fordert eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Während die Arbeitgeber die Landespolitik mit Schuldzuweisungen für die finanzielle Situation zuschüttet, kommt umgekehrt der Vorwurf direkt aus der „sozialen“ Partei: die gewählte Kampfmethode sei zu politisch und nicht tragbar. Doch die Belegschaft zeigt sich weiterhin kampfbereit. Klar ist, die Forderungen und Interessen der Spitalsbelegschaft wurden zunächst auf den Verhandlungstischen dargelegt – der Streik ist lediglich eine weitere und gerechtfertigte Methode den Forderungen mehr Ausdruck zu verleihen. Seit der Streikfreigabe durch den ÖGB und der Streikverkündung häufen sich die Informationen, dass nun mit Einschüchterungsmethoden vom Streik abgehalten werden soll. So wird berichtet, dass im Vorfeld breit verkündet wurde, dass der ÖGB ohnehin die „Streikzeit“ nicht ausbezahlen werde. Weiters wird berichtet, dass die Streikposten auf kleinere Flächen begrenzt werde. Hinzu kommt, wie auch bereits im Jahr 2013, dass mit rechtlichen Konsequenzen bei Streikteilnahme gedroht wird. Dass die Belegschaft das letzte Angebot der Arbeitgeberseite nicht angenommen hat, lässt nicht verwundern, denn das Lohnangebot von 3,3 Prozent hätte tatsächlichen Lohnverlust bedeutet. Ein solches Angebot nicht anzunehmen ist also mehr als nur gerechtfertigt!
Die Belegschaft darf sich mit diesen Methoden aber nicht einschüchtern lassen und ihre Kampfbereitschaft nicht der Gewerkschaftsführung überlassen. Sie muss den Streik und Arbeitskampf als ein wichtiges Instrument im Klassenkampf verteidigen!
Für die Bevölkerung muss das ein klares Signal sein, die Belegschaft in den Ordensspitälern morgen bei ihrem Streik zu unterstützen und sich mit ihnen zu solidarisieren!
Protestmarsch zum Landhaus Linz
Donnerstag, 22.01.2026, 10:15Uhr
Martin-Luther-Platz






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