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Linz: Streikzug der Ordensspitäler OÖ kraftvoll und ausdrucksstark!


Am 22. Jänner demonstrierten die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler kräftig und laut für ihre Forderungen bei den KV-Verhandlungen. Der Demozug führte vom Martin-Luther-Platz über die Landstraße zum Landhaus.


Die Beschäftigten in den Gesundheits- und Pflegeberufen sind am Limit, ihnen geht die Luft aus, wurde bei verschiedenen Reden immer wieder betont. Das bisherige Angebot der sogenannten „Arbeitgeberseite“ ist inakzeptabel, die Beschäftigten fordern „zumindest den Ausgleich der Inflation“, denn darunter bedeutet es einen Reallohnverlust. Seit Jahren wird zudem immer wieder eine Herabsetzung der Arbeitszeit auf eine 35-Stundenwoche gefordert.


In der Rede einer Krankenschwester war zu hören, dass seit Jahren immer weniger Personal auf den Stationen beschäftigt ist, aber immer mehr Patienten „durchgeschleust“ werden. Sie mag ihren Beruf, aber sie weiß nicht, wie lange sie noch durchhält! Diese Aussage unterstreicht den Slogan, der während des Demo-Zugs immer wieder zu hören war: „ohne uns geht nix“!



In den bürgerlichen Medien war in den letzten Tagen immer wieder zu lesen, dass sich das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder nicht am Streik beteiligen würde, diese Meldungen wurde von einer Teilnehmerin klar dementiert: „Ich arbeite bei den barmherzigen Brüdern und selbstverständlich nehmen wir am Streik teil! Ich möchte hier die Medienberichte ganz klar dementieren!“


Unterstützt wurde der Streikumzug auch von Teilen der Bevölkerung, die nicht im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten, aber sich solidarisierten. Die Rede eines Vertreters der „Bau-Holz“ Gewerkschaft wurde betont, es geht um Solidarität, branchenübergreifend, denn jeder hat einen Anspruch auf faire Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung.



Seitens der Arbeitgeber wird immer wieder betont, dass ihnen „die Hände gebunden“ seien, da die Politik massive Einsparungen im Bereich Gesundheit durchführe. Da stellt sich die Frage, weshalb die „Arbeitgeber“-Seite sich nicht mit den Beschäftigten solidarisieren und gemeinsam von den verantwortlichen Politikern mehr Geld für den Gesundheitsbereich fordern. Vermutlich ist es einfacher den Ball der Verantwortung einfach weiterzugeben. Im Interesse der Bevölkerung ist das wahrlich nicht, denn sie hat Interesse an einem Gesundheitswesen im Dienste des Volkes. Die Bevölkerung braucht ein Gesundheitssystem, bei dem keine Betten oder ganze Stationen in Krankenhäusern aufgrund von Personalmangel gesperrt werden, bei dem keine ewig langen Wartezeiten auf nötige Untersuchungen oder Operationen grausame Realität sind. Ein Gesundheitssystem in dem nicht das Einkommen über „Leben oder Sterben“ entscheidet, bei dem die Fachkräfte nicht mehr ins Burnout gedrängt werden oder aus Verzweiflung den Beruf wechseln.




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