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Der Alltag im Ballett: Schlechte Arbeitsbedingungen

(Korrespondenz aus dem Kunst- und Kulturbetrieb)



Ballett ist ein Hochleistungssport, der durch Anmut und Grazie besticht. Die jahrelange Ausbildung beginnt im Kindesalter, ist sehr kostenintensiv und für die meisten Eltern nicht finanzierbar.


Ballett ist eine Berufung, die völlige Hingabe und absolute Körperbeherrschung voraussetzt. Die Berufslaufbahn ist kurz, da der Körper diese Strapazen nicht dauerhaft durchhält. Der Einstiegslohn für eine Balletttänzerin oder einen Balletttänzer liegt bei etwa 2.000 Euro Brutto. Die Arbeitsbedingungen sind schlecht: Vormittag 2h Training, Nachmittag 3h Probe, am Abend Vorstellung. Eine halbe Stunde vor jedem Dienst gilt es anwesend und einsatzbereit zu sein – sprich das „Aufwärmen“ ist Freizeitvergnügen. Je nach „Haustarif“ werden auch kaum Ruhezeiten gewährt. Diese sind aber extrem wichtig, um dem Körper Erholung zu ermöglichen. Die Arbeitsbedingungen sich prekär, durch Gastverträge ist der internationale Konkurrenzdruck enorm, daher kommt es kaum zu Arbeitskämpfen.


Aber manchmal eben doch. Das Staatsballett Berlin streikte von 2015-2016 bei neun Vorstellung für einen besseren Tarifvertrag. Das Durchhaltevermögen brachte schließlich die ersehnten Verbesserungen. 2019 fielen wegen des Streiks der Tänzerinnen und Tänzer bei der Pariser Oper für zwei Wochen alle Vorstellungen aus. Sie streikten gegen die Pensionsreform und ließen sich einige Aktionen einfallen, um ihre Forderungen zu bekräftigen. Auch für die Beschäftigen im Kunst- und Kulturbetrieb ist es wichtig und gerechtfertigt für bessere Arbeitsbedingungen und Verbesserungen zu Kämpfen!



Bild: Ballett © Birgit Gantze


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Was sind Korrespondenzen?


Korrespondenzen sind Beiträge aus verschiedenen Teilen der Bevölkerung, sozusagen ein direktes Sprachrohr aus dem Volk. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass die jeweiligen Korrespondenten direkt aus ihrem alltäglichen Leben berichten: aus dem Betrieb, dem Viertel, der Familie, der Schule, usw… Als Presse aus dem Volk, drückt die revolutionäre und demokratische Presse nicht nur die Interessen des Großteils der Bevölkerung aus, sondern bindet deren Repräsentantinnen und Repräsentanten auch aktiv ein, gibt ihnen eine Stimme, präsentiert die verschiedenen Meinungen und Ideen aus den Massen um sie miteinander vergleichen zu können und in Diskussion treten zu lassen. Daher finden in der Roten Fahne die Arbeiterinnen und Arbeiter, Stimmen der Jugend- und Frauenbewegung, der Studierenden, der Gewerkschaftskräfte, der Migrantinnen und Migranten ebenso wie der kleinen Selbstständigen und Gewerbetreibenden, Stimmen aus Stadt und Land, eine Plattform und ein Organ. Die Korrespondenten sind keine Redaktionsmitglieder, weshalb sie auch nicht im engeren Sinne an die Blattlinie gebunden sind, sondern “ihre Stimme” zum Ausdruck bringen.


Wie kann man Korrespondent der Roten Fahne werden?


Möchtest du aus deinem Betrieb, dem Viertel, der Familie, oder Nachbarschaft berichten? Dann schreibe uns unter korrespondenz@rotefahne.at und schildere kurz warum du Korrespondent sein und worüber du berichten möchtest.



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