Bildung raus aus der Krise! – Aktion vor der Uni Wien

Am Dienstag den 22. März fand eine Aktion vor der Hauptuniversität Wien statt, organisiert von StudentInnen der Initiative Bildung in der Krise, einem unabhängigen Zusammenschluss von Studierenden, SchülerInnen, LehrerInnen und Beschäftigten im pädagogischen Bereich.


Aus aktuellem Anlass stellten sie ein Transparent mit der Aufschrift "Mehr Geld für Bildung statt für Aufrüstung!" auf. Denn während künftig ein Prozent des BIP in das Bundesheer investiert werden soll, fehlt es an Ressourcen und Lernplätzen an den Hochschulen. Es wurde eine Rede gehalten, in der sich die Initiative unter anderem für offene Hochschulen und angemessenen Gesundheitsschutz, wie den Einbau von Luftfiltern und das kostenlose Bereitstellen von Hygienematerial, aussprach. Denn das Studieren von zu Hause aus führt zur Vereinsamung und Entpolitisierung von Studierenden. Die Aktion richtete sich auch gegen repressive Maßnahmen wie eine "2G-Regelung", welche eine Gruppe von Studierenden ausgrenzt.


Seit Jahrzehnten werden Studieren, Lehren und Forschen mehr und mehr den Interessen des Kapitals untergeordnet. Erst vor kurzem wurde mit der UG-Novelle dieser Kurs erneut bestätigt. Die offizielle Interessensvertretung der Studierenden - die "ÖH" (1) - tut wenig bis gar nichts dagegen, da sie als „langer Arm“ der Parlamentsfraktionen dient. Deswegen traten die Studierenden der Initiative dafür ein, dass sich auch Zusammenschlüsse von Studierenden bilden, welche unabhängig sind. Die angeregten Gespräche zwischen interessierten Studierenden und den Aktivisten der Bildungsinitiative, schienen ein weiterer Schritt in ebendiese Richtung gewesen zu sein.





(1) Österreichische HochschülerInnenschaft