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Warum ich den gerechtfertigten Kampf der Kindergartenpädagogen unterstütze

(Korrespondenz einer Mutter)


In den letzten zwei Jahren gab es Proteste der Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen für mehr Personal, bessere Gehälter und Bedingungen. Als Mutter zwei kleiner Kinder ist für mich wichtig, dass es im Kindergarten abwechslungsreiche und pädagogische Angebote gibt, und dass die Kinder sich über die Zeit, die sie dort verbringen, freuen, das heißt sie lernen, spielen, sich bewegen und ihre Bedürfnisse werden berücksichtigt. Unter den jetzigen Bedingungen ist dies aber leider nicht möglich. Wegen des Personalmangels – oft sind im besten Fall eine Vollzeitpädagogin, eine Vollzeitassistentin und eine Teilzeitasisstentin für mehr als 20 Kinder zuständig – wird die Betreuung eine Herausforderung. Man kommt den pädagogischen Ziele nicht nach. Es gibt keine Möglichkeit für Einzelangebote und Einzelförderung sowie integrative Betreuung. Die Kinder gehen wenig raus in die frische Luft und bleiben den ganzen Vormittag und Nachmittag in einem kleinen Raum, wo es oft zu schwierigen Situationen für die Pädagoginnen kommt, da sie gleichzeitig mehrere Kinder beruhigen, trösten und betreuen müssen. Konflikte werden durch Pausen für die Kinder gelöst, da es keine anderen Optionen gibt, wegen der Anzahl der Kinder und dem Mangel an Pädagoginnen. Unter diesen Bedingungen ist ständiger Personalwechsel unvermeidlich. Ich kann es gut verstehen, dass eine solche herausfordernde Arbeit mit so wenig Geld für viele immer weniger attraktiv wird, selbst wenn man so gerne mit Kindern arbeitet. Ich finde, dass der Kampf der Angestellten in Kindergärten nicht nur das Kindergartenpersonal betrifft. Wir müssen diesen gerechtfertigten Kampf unterstützen, nicht nur aus Solidarität, sondern aus eigenem Interesse für unsere Kinder und deren Zukunft!



Bildquelle: Pixabay, freie kommerzielle Nutzung

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