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Warum ich den gerechtfertigten Kampf der Kindergartenpädagogen unterstütze

Aktualisiert: 14. März 2023

(Korrespondenz einer Mutter)



In den letzten zwei Jahren gab es Proteste der Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen für mehr Personal, bessere Gehälter und Bedingungen. Als Mutter zwei kleiner Kinder ist für mich wichtig, dass es im Kindergarten abwechslungsreiche und pädagogische Angebote gibt, und dass die Kinder sich über die Zeit, die sie dort verbringen, freuen, das heißt sie lernen, spielen, sich bewegen und ihre Bedürfnisse werden berücksichtigt. Unter den jetzigen Bedingungen ist dies aber leider nicht möglich. Wegen des Personalmangels – oft sind im besten Fall eine Vollzeitpädagogin, eine Vollzeitassistentin und eine Teilzeitasisstentin für mehr als 20 Kinder zuständig – wird die Betreuung eine Herausforderung. Man kommt den pädagogischen Ziele nicht nach. Es gibt keine Möglichkeit für Einzelangebote und Einzelförderung sowie integrative Betreuung. Die Kinder gehen wenig raus in die frische Luft und bleiben den ganzen Vormittag und Nachmittag in einem kleinen Raum, wo es oft zu schwierigen Situationen für die Pädagoginnen kommt, da sie gleichzeitig mehrere Kinder beruhigen, trösten und betreuen müssen. Konflikte werden durch Pausen für die Kinder gelöst, da es keine anderen Optionen gibt, wegen der Anzahl der Kinder und dem Mangel an Pädagoginnen. Unter diesen Bedingungen ist ständiger Personalwechsel unvermeidlich. Ich kann es gut verstehen, dass eine solche herausfordernde Arbeit mit so wenig Geld für viele immer weniger attraktiv wird, selbst wenn man so gerne mit Kindern arbeitet. Ich finde, dass der Kampf der Angestellten in Kindergärten nicht nur das Kindergartenpersonal betrifft. Wir müssen diesen gerechtfertigten Kampf unterstützen, nicht nur aus Solidarität, sondern aus eigenem Interesse für unsere Kinder und deren Zukunft!



Bildquelle: Pixabay, freie kommerzielle Nutzung


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Was sind Korrespondenzen?


Korrespondenzen sind Beiträge aus verschiedenen Teilen der Bevölkerung, sozusagen ein direktes Sprachrohr aus dem Volk. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass die jeweiligen Korrespondenten direkt aus ihrem alltäglichen Leben berichten: aus dem Betrieb, dem Viertel, der Familie, der Schule, usw… Als Presse aus dem Volk, drückt die revolutionäre und demokratische Presse nicht nur die Interessen des Großteils der Bevölkerung aus, sondern bindet deren Repräsentantinnen und Repräsentanten auch aktiv ein, gibt ihnen eine Stimme, präsentiert die verschiedenen Meinungen und Ideen aus den Massen um sie miteinander vergleichen zu können und in Diskussion treten zu lassen. Daher finden in der Roten Fahne die Arbeiterinnen und Arbeiter, Stimmen der Jugend- und Frauenbewegung, der Studierenden, der Gewerkschaftskräfte, der Migrantinnen und Migranten ebenso wie der kleinen Selbstständigen und Gewerbetreibenden, Stimmen aus Stadt und Land, eine Plattform und ein Organ. Die Korrespondenten sind keine Redaktionsmitglieder, weshalb sie auch nicht im engeren Sinne an die Blattlinie gebunden sind, sondern “ihre Stimme” zum Ausdruck bringen.


Wie kann man Korrespondent der Roten Fahne werden?


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