Kundgebung: Für ein Arbeitslosengeld über der Armutsgrenze

Am Freitag fand in Wien eine Kundgebung mit der Forderung: „Für ein existenzsicherndes Arbeitslosengeld“ statt.


Es wurden von Aktivisten und Unterstützern des Personenkomitees „Selbstbestimmtes Österreich“, welches die Veranstaltung organisiert hatte, Redebeiträge gehalten. Unter anderem sprachen sich Irina Vana (Sozialwissenschafterin) und Leo X. Gabriel (Politologe) vehement für die Anhebung des Arbeitslosengeldes aus.

In allen Redebeiträgen wurde das von der Regierung geplante „degressive Arbeitslosengeld“, das für Langzeitarbeitslose eine Kürzung des Bezugs bedeuten würde, als Angriff auf die arbeitslosen und arbeitenden Menschen abgelehnt. Schon das derzeitige Arbeitslosengeld sei so niedrig bemessen, dass der Großteil der Arbeitslosen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sei.

Die Veranstaltung stieß bei den Passanten am Schwedenplatz auf großen Zuspruch. So sagte ein junger Mann, der sich selbst der Veranstaltung anschloss „Es muss sich um die Arbeitlosen gekümmert werden. Ich bin selbst schon lange arbeitslos, und es ist wirklich schwer eine Stelle zu finden. Gut dass ihr das macht!“


Wie von einem Redner von „Selbstbestimmtes Österreich“ festgehalten wurde: „Schon mit dem jetzigen Arbeitslosengeld von 55% bekommt der durchschnittliche Arbeitslose nicht mehr als 930 Euro im Monat! Selbst die offizielle Schwelle der Armutsgefährdung (die eigentlich viel zu niedrig ist) liegt aber bei 1286€. Nur mit 80% wäre der Großteil der Arbeitslosen darüber. Wenn wir für ein existenzsicherndes Arbeitslosengeld sind, also über der Armutsgrenze, muss das also heißen: Anhebung auf 80%!“