Gastronomie: Die wenigsten können sich mehr ein Schnitzel leisten

Hohe Energiepreise, teure Nahrungsmittel und … sparsame Gäste. „Wirte im Dilemma“, mit diesen Worten leitet die Zeitung „Österreich“ einen Artikel vom Sonntag den 14.08.22 ein. Es geht darum, dass die Lebensmittel- und Energiepreise enorm angestiegen sind. Somit weichen die Gäste auf günstigere Gerichte aus und nehmen nicht das teure Schnitzel.


Alles wird teurer

Doch der Grund ist nicht das „Corona-Virus“, oder der „Ukraine-Krieg“, sondern dass einige Kapitalisten enorme Profite aus den Teuerungen ziehen. So verzeichnet Nestlé, ein Großmonopol in der Lebensmittelindustrie, eine Umsatzsteigerung von über 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Energieerzeuger verdienen Prozentual viel mehr als das Jahr davor. Somit können sich große Teile der Bevölkerung das „Essen-Gehen“ nicht mehr leisten, vor allem hochwertiges Fleisch und „ihr Schnitzel“. Im Wiener Traditionsgasthaus Figlmüller kostet das Kalbsschnitzel 22,90€ und das Schweinsschnitzel 17,90€. Nicht verwunderlich, dass sich das die wenigsten leisten können. Von Seiten der Herrschenden und ihrer Politiker wird viel debattiert, Resultate die das Volk entlasten fehlen jedoch. Gerade die SPÖ, die versucht sich als „Anti-Teuerungspartei“ zu präsentieren, hatte schon zahlreiche Möglichkeiten, Maßnahmen gegen die Teuerungen zu setzen. Als Regierungspartei der Stadt Wien hätte sie verhindern können, dass die Wien Energie die Preise über 90 Prozent anhebt. Offensichtlich sind es nicht die „schönen Worte“, welche den Teuerungen entgegenwirken. Im Gegenteil, die Arbeiter und das Volk müssen sich durch höhere Löhne zumindest das erkämpfen, was ihnen nun durch die Teuerungen aus der Tasche gezogen wird.


Bildquelle: Wiener_Schnitzel!, by Jennifer Woodard Maderazo, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons