Übungsmanöver durch das Bundesheer – Ein Standard oder Teil des Aufrüstungsplans?


Anfang März wurde bekannt, dass das Bundesheer in Oberösterreich und Niederösterreich nun an mehrtägigen Zeiträumen im März Tiefflug-Manöver übt.


Verlautbart wurde, dass diese Übungsmanöver Teil der Pilotenausbildungen und des Bodenpersonals seinen und deshalb notwendig sind. In Presseaussendungen wurde zudem auch das Bürgertelefon für etwaige Anfragen und Beschwerden angeführt. Könnte man meinen, dass auf Grund der derzeitigen Lage in der Ukraine eine solche Pressesendung notwendig ist, um die Bevölkerung nicht in Alarmbereitschaft zu versetzen, scheint das angesichts der derzeitigen Meldungen von der Aufrüstung des Bundesheers als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Auch wenn eine solche Übung das letzte Mal im März 2020 im Waldviertel (Oberösterreich) durchgeführt wurde, zeigt sich doch, dass in die Ausbildung des Bundesheers sowie die Aufstockung der finanziellen Mittel, viel mehr investiert wird als in den vergangenen Jahrzehnten. Auch die neueste Meldung über eine EU-Eingreiftruppe ab 2025, an der auch Österreich sich beteiligt, lässt stark an einer (auch nur formalen) Einhaltung der Neutralität zweifeln. Die Aufrüstung durch zusätzliche Milliarden in einen sogenannten „Neutralitätsfonds“ zu legitimieren, ist ein Versuch durch einen schön klingenden Namen das Aufrüstungsprogramm zu verschleiern. Eine Aufstockung der Mittel und ein Ausbau der Übungen zeigt in welche Richtung der Kurs geht. Umso wichtiger ist es daher noch fester an der Forderung zur Einhaltung und Wiederherstellung der Neutralität festzuhalten.



Bildquelle:

Eurofighter Typhoon az Airpower 2013 statikus során by Szalay Gábor István, Attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0)